Soil - True Self


Review

Stil (Spielzeit): Heavy Rock/Metal (43:31)
Label/Vertrieb (VÖ): DRT Entertainment/Soulfood (24.03.06)
Bewertung: Erdig wie eh und je (7,5/10)
Link: www.soil-music.com

SOIL sind bei weitem keine Eintagsfliege, auch wenn es nach ihrem absoluten Hammer-Hit „Halo" auf ihrem Major-Debüt „Scar" (2001) nie wieder so richtig um die Band gekracht hat. Das Folgealbum „Redefine" lieferte ebenfalls erdigen Heavy-Rock auf der Schneise zum Metal (gerne auch Nu-Rock genannt), wie ihn Bands wie SEVENDUST oder GODSMACK populär gemacht haben. Die Resonanz war sehr positiv, doch viel mehr ist nicht passiert.

So wird es wohl auch dem neuen Werk „True Self" ergehen, denn der Hype dieser musikalischen Ausrichtung ist mittlerweile vorbei, die Qualität bei SOIL stimmt aber nach wie vor. - Insbesondere bei diesen 12 starken Tracks, die pure Energie samt mächtigem Groove sowie unnachahmlich eingängigen Hooklines in die Wagschale werfen. Ein guter Refrain jagt den anderen, ein dickes Gitarrenlick reiht sich ans nächste. - Auch wenn natürlich nach wie vor ein wenig nach Schema F geköchelt wird, das in diesem Bereich jedoch unter anderem von SOIL miterfunden wurde, das geht also in Ordnung. Früher oft zitierte Ähnlichkeiten zu ALICE IN CHAINS sind nur noch selten zu finden (jedoch deutlich bei „Until It's Over" herauszuhören) und auch sonst klingen SOIL weitgehend eigenständig, stets bissfest und fast immer brandgefährlich. Das freut um so mehr, weil Neuzugang A.J. Cavalier (Ex-DIESEL MACHINE) seinen Job genau so gut macht wie der 2004 ausgestiegenen Sänger Ryan McCombs. 

Die anstehende Tour mit STAIND passt wie die Faust auf's Auge - dann kommen zwei Bands, die einst groß von sich reden machten, um die es aber insgesamt ein wenig stiller geworden ist. Kein Grund, beiden nicht die Treue zu halten. Zumal nicht nur STAIND ein gutes Album am Start haben, sondern SOIL mit „True Self" mindestens gleichziehen können. Das wird eine verdammt schwer rockende Tour mit viel Melodik und Emotionen, soviel ist sicher.