Yellowish - So Bright


Review

Stil (Spielzeit): Indipop/Rock (50:52)
Label/Vertrieb (VÖ): Quartermain/ Broken Silence (25.04.06)
Bewertung: 4/10
Link: http://www.yellowish.dk

Irgendwie auf den ersten Blick eine kleine Mogelpackung. Bliebe das Album in etwa in Richtung des Openers, hätten sie mich direkt gehabt.

„This Is my Direction" geht nämlich recht schön nach vorne und hat an bestimmten Stellen auch wirklich Druck (vor allem wenn sie im Refrain die Drums so hoch ziehen). Dazu die sympathisch, knarzige Produktion und der Wechselgesang zwischen Männlein und Weiblein. Gut, die Produktion und der Wechselgesang bleiben während des Verlaufes der Platte. Nur die Musik der Dänen geht danach auf ihrem Nachfolger zu „Solid Ground" streckenweise in belanglose Popmusik über. Bei einem Song wie „Daydreams" ist das wenigstens noch sehr schön gegensätzlich aufgebaut, da Passagen, in denen lediglich „tadadam tadadam" gehaucht wird direkt in kratzige Gitarrenparts übergehen. Aber an vielen anderen Stellen ist mir dieser Indiepop/Rock etwas zu süß und klebrig. Oder anders ausgedrückt: belanglos.

Wer allerdings auf dänischen Pop, wie ihn z.B die CARDIGANS oder MEW machen steht, sollte sich von mir hier nichts erzählen lassen. Die Songs sind ja in dem Sinne nicht schlecht und die Band weiß auch durchaus, was sie da macht. Nur dieser Weichspülergesang (bei „Sad And Beautifull" versucht er sich auch an Falsett-Lagen, aber zu meinem Glück nur ganz sachte) will sich einfach nicht mit meinen Ohren anfreunden. Für Freude von verträumter, leicht melancholischer Popmusik, die nicht nach Radio klingt könnten YELLOWFISH allerdings einen schönen Soundtrack liefern. Irgendwo zwischen träumen und tanzen.

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