Danger Danger - Revolve


danger_danger_-_revolve

Stil (Spielzeit): Melodic Rock (50:40)
Label/Vertrieb (V.Ö.): Frontiers Records/Soulfood Music (18.09.09)
Bewertung: 7/10

Link: http://www.dangerdanger.com  

DANGER DANGER wurden 1987 von Basser Bruno Ravel und Drummer Steve West gegründet, und kurz darauf stießen Sänger Ted Poley, Gitarrist Andy Timmons und Keyboarder Kasey Smith zur Band, die wiederum kurze Zeit später einen Deal mit Epic Records abschloss.
Das 1989 veröffentlichte, selbstbetitelte Debütalbum der Band ist bis heut mit den Hits „Naughty Naughty" und „Bang Bang" ein Klassiker in Sachen „Hair Metal.
Es folgten die Alben „Screw It" (1991), eine Tour im Vorprogramm von KISS, und ein weiteres Album mit dem Titel „Cockroach", das aber bereits schon nicht mehr von Sänger Ted Poley eingesungen wurde.
Die folgenden Alben wurden dann nicht mehr so erfolgreich, und die Band legte eine Pause ein.

Im Jahr 2004 gab es dann, elf Jahre nach dem Ausstieg von Sänger Ted Poley, eine Reunion Show im Rahmen des SWEDEN ROCK Festivals, und die Band stellte fest, dass die alte Magie wieder da war, und sie durchaus im Stande waren zusammen Musik zu machen ohne sich die Köpfe einzuschlagen. So sahen es auch die 25.000 Fans in Sölvesborg, die die Band frenetisch feierten und zum eigentlichen Headliner erkoren.

Das „Revolve" nun genau zwanzig Jahre nach dem gefeierten Debütalbum erscheint, ist ein sehr glücklicher Zufall, aber laut Aussagen der Bandmitglieder nie beabsichtigt gewesen. Vom Original Line Up fehlt nur Gitarrist Andy Timmons, der durch Rob Marcello ersetzt wurde.

Elf Songs haben es auf „Revolve" geschafft, wobei die Band die ganze Palette abdeckt, von Rockern wie „That's What I'm Talking About", „Hearts On The Highway"„Ghost Of Love" oder „Keep On Keepin' On", der Halb-Balladen „Killin' Love" oder den Balladen „Fugitiv" und „Never Give Up".
Was man der Band zu Gute halten muss, ist die Tatsache, dass hier wirklich Könner am Werk sind. Ted Poley am Mikro und vor allem Rob Marcello mit seinen schnellen und trotzdem gefühlvollen Soli an der Gitarre können immer wieder überraschen und punkten.
Allerdings darf man nicht den Fehler machen DANGER DANGER anno 2009 mit DANGER DANGER anno 1987 zu vergleichen, denn logischerweise sind damit auch die Musiker mehr als 20 Jahre gereift.
Dies hört man den Songs auch an, was im Grunde genommen ja auch erstmal nicht unbedingt negativ ist.

Was allerdings dabei auch etwas auf der Strecke geblieben ist, ist die Rotzigkeit und Frechheit in den Songs, die Ende der Achtziger noch sehr viel im Sound von DANGER DANGER zu finden war, und ihn in großem Masse ja auch ausmachten. Wie sagt man so schön, die jugendliche Unbekümmertheit ist nicht mehr da.

Fazit: Trotz allem Gemeckere über fehlende Unbekümmertheit, Rotzigkeit und Frechheit ist „Revolve" ein gutes Album geworden, dass über 20 Jahre nach dem Debüt einfach mehr von seiner Professionalität und der Erfahrung der Musiker lebt. Das Songwriting ist abwechslungsreich, und es bleiben immer noch genug Ecken und Kanten im Sound, um Rockfans glücklich zu machen.