Jump The Gun - Second Shot


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Stil (Spielzeit): Roadhouse Rock (57:51)

Label/Vertrieb (VÖ): Firebird/DA Music (25.05.06)

Bewertung: 4,5/10

Link: http://www.jumpthegun.de

Roadhouse Rock nennen JUMP THE GUN selber ihre Musik, die sich aus Teilen von Country und Rock zusammensetzen. Mit ihrem zweiten Output „Second Shot“ erinnern sie mich tatsächlich auch ein bisschen an eine härtere TruckStop Version mit englischen Texten. 

Gegründet wurde die Band im Jahre 2000 und war eigentlich nur als Session gedacht, bei der Ricky Gee ein paar seiner Songs einspielen wollte. Während dieser Session merkten die Musiker aber schnell, dass die Chemie stimmte und so wurde JUMP THE GUN gegründet. Neben Ricky am Mic gehörten zur Urbesetzung auch noch Mique Bone - Gitarre/ Gesang, Ruudy Gähner – Bass, Guido Littich – Drums und Tommy Bohn – Gitarre, der aber 2005 durch Alec Stephen ersetzt wurde. 
Die erste CD der Band mit dem Titel „Bad Bad Name“ erhielt durchweg gute Kritiken und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die Cowboys erneut die Pferde sattelten um ins Studio einzufallen. 

Da die Musiker auch selber nicht mehr so ganz jung sind zielen sie wahrscheinlich auch mehr auf das etwas gesetztere Publikum, wobei ich damit nicht sagen will, dass die Songs nicht rocken. Auf einem Bikertreffen oder zum schunkeln im Bierzelt absolut geeignet und auch auf einer normalen Party kann ich mir den ein oder anderen Song recht gut vorstellen. Gute Laune Rock mit Cowboy Flair würde ich das nennen. 

Allerdings werden Headbanger nicht wirklich glücklich mit der Scheibe werden, denn manchmal kommen einige Songs doch recht „schmalzig“ rüber. Wenn die Country Einflüsse nicht so dominant wären, würde ich das Album als richtig geile Rockscheibe auch ohne schlechtes Gewissen empfehlen können. Aber wer sich zum Beispiel „I Chose The Road Instead“ anhört, weiß was ich ungefähr meine. Genau das Gegenteil dazu ist „Ice Cold Beer“, das richtig gut rockt und mit guten Gitarrenläufen zu gefallen weiß. Leider gibt es von der Sorte Songs zu wenig auf „Second Shot“. 
Schade, dass sich JUMP THE GUN nicht mehr auf Rock anstatt auf Country eingeschossen haben, denn so trifft ihr zweiter Schuss bei mir nicht direkt ins Schwarze.

Fazit: Wer auf Country Music mit Rock Einflüssen steht kann zuschlagen. Alle Anderen sollten erstmal vorsichtig reinhören.

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