Die Hard - Evil Always Return

Review



Stil (Spielzeit): Oldschool Trash (20:30)
Label/Vertrieb (VÖ): S.M.P. Records / EMF Records (29.04.2008)
Bewertung: 8,5 / 10
Link: http://www.myspace.com/diehardthrash
http://www.diehard.se

Mit DIE HARD präsentiert sich der Metalgemeinde erneut eine Band, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, den Geist der Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Im Falle der Formation aus Uppsala in Schweden handelt es sich hierbei um oldschooligen Thrash der frühen 80er Jahre, welchen die Fans der ersten Stunde mit offenen Armen empfangen werden.

Erst 2005 gegründet wurde bereits zwei Jahre darauf ein erstes Demo aufgenommen, welches binnen kürzester Zeit ausverkauft war. 2008 folgt nun mit „Evil Always Return“ eine MCD, bei der es sich ebenfalls lohnt das ein oder andere Ohr zu riskieren.
Einmal kurz lächeln musste ich bei der Aufmachung der CD: Das Booklet beinhaltet Bandfotos, bei deren Anblick mir als erstes ein Spruch des guten alten Mike Lehmann in den Sinn kam: “Oh Evil, evil wo is’ meine Bibel!?“! In guter alter Black Metal-Manier wird gepost, was das Zeug hält und schön fies dreingeschaut. Auch in den Texten des Dreiers regiert die dunkle Seite und so wird fast ausnahmslos vom Bösen, diversen Leichen und natürlich Satan himself gesungen.
Musikalisch grooven sich DIE HARD ganz im Stile alter VENOM, POSSESSED und CELTIC FROST durch die sechs Songs, wobei zwar zur einen Hälfte die Schwere und das Midtempo regieren, jedoch auch nicht selten der Vorschlaghammer herausgeholt wird und wilde Zerstörungsorgien zelebriert werden.
Der Sound der Schweden klingt roh und handgemacht, wodurch der Charme der 80er wunderbar heraufbeschworen wird; er driftet jedoch nie in die Garagenklänge der Anfangszeit des Thrash-Metals ab, da sich glücklicherweise neuzeitlicher Abmischtechniken bedient wurde.
Auch gesanglich bewegt man sich ganz in diesem Metier, wobei man sich gerade auch an POSSESSED und VENOM orientiert hat. So bleibt die Stimme des Sängers Hasse in sämtlichen Songs zwar in lediglich einer Tonlage, wird jedoch ab und an durch einige morbide Schreie untermalt und bleibt dadurch interessant.

Insgesamt gesehen ist DIE HARD mit „Evil Always Return“ ein durchaus hörbares Werk gelungen, welches auch gern noch ein wenig länger hätte sein können. Es gelingt den Schweden zwar nicht immer, das Dargebotene interessant zu gestalten, doch darf man als Anhänger der alten Schule auf das sicherlich folgende Debut-Album mehr als gespannt sein.