Shadow Gallery - Room V




Stil (Spielzeit): Prog/Prog Metal (1:15:34)
Label/Vertrieb (VÖ): InsideOut Music/SPV (30.05.05)
Bewertung: Spannendes Konzeptalbum (8,5/10 Punkten)
Link: http://www.shadowgallery.com
Shadow Gallery sind nicht gerade dafür bekannt am laufenden Band neue Produkte auf den Markt zu werfen und bei fünf Alben in 13 Jahren muss man kaum von überarbeiteten Musikern ausgehen. Aber die vier Jahre seit ihrem letzten Output haben Shadow Gallery genutzt um mit Room V ein wirklich hörenswertes Album zu schaffen.

Inhaltlich knüpft Room V an das 1998er Album Tyranny an. Musikalisch darf sich der geneigte Hörer auf epischen Prog-Metal freuen. Dabei geht es durchaus nicht nur schnell zur Sache. Das Album enthält sowohl Double-Bass Nummern mit halsbrecherischen Keyboardsolo wie das Instrumentalintro Manhunt oder dem furiosen The Andromeda Strain, aber eigentlich dominieren die epischen Songs mit getragenen Gitarrenpassagen wie dem balladesken Duett Comfort Me oder dem romantischen Vow. 

Obwohl die schnelleren Stücke für das Erzählen der Geschichte sicher ebenso wichtig sind finde ich doch, dass die Stärke von Shadow Gallery in den intensiveren, ruhigeren Stücken liegt. Das liegt vor allem an der Stimme von Sänger Mike Baker, die hier einfach besser zur Geltung kommt, die härteren Instrumentalstücke machen ordentlich Druck. Vom Songaufbau ist vor allem bemerkenswert, dass bei Shadow Gallery oft die Gitarren außerhalb der Soli die Soundbasis legen, auf der Bass und Gesang die Melodie spielen. Dieses Vorgehen ist sicher nicht häufig zu hören. 

Insgesamt ist Room V so eingängig gehalten, dass auch weniger Prog-Bewanderte den Einstieg in das Album schaffen können. Proggis sollten auf jeden Fall mal reinhören, alle, die es werden wollen auch.