Kresta - Damaged Passion




Stil (Spielzeit): Melodic (Hard) Rock  (44:41)

Label/Vertrieb (VÖ): Magic Minds Records / MP Media (2006)

Bewertung: 7/10

Link: http://www.kresta.de

Peter Kresta ist ein musikalisches Multitalent, spielt neben Keyboards auch Gitarre, die er zurzeit im klassischen Stil studiert. Seit 1979 in München lebend, gründete er zu dieser Zeit auch seine erste Band NO PROMISE. Peter Kresta bereits bei vielen Projekten mitgewirkt, meist als Musiker, aber auch als Produktionsassistent. 
Unter seinem eigenem Namen KRESTA veröffentlichte er nun „Damaged Passion“, und diese Scheibe war im wahrsten Sinne des Wortes eine schwere Geburt. 
Eigentlich sollte aus KRESTA eine Band und kein Projekt entstehen, aber es fanden sich nie die richtigen Musiker, um die Ideen umzusetzen. Aber auch andere Katastrophen sorgten im Rahmen der Aufnahmen immer wieder zu Verzögerungen. So mussten die kompletten Drumspuren gelöscht werden, weil der Drummer einfach zu „gut“ spielte. 
Der erste Sänger erlitt bei den Proben einen Leistenbruch, und nachdem im Studio wie auch im Proberaum immer wieder das Equipment ausfiel, schmiss er ganz die Brocken hin, weil er Peter Kresta mehr oder weniger eine schlechte Aura unterstellte. Aus ungeklärten Gründen waren dann auch noch Peter Krestas Festplatten komplett „leer“, was den Aufnahmeprozess erneut zum Stillstand brachte. 

Eigentlich ein Wunder, dass „Damaged Passion“ trotz aller Widrigkeiten so ein starkes Album geworden ist. Oder vielleicht genau deshalb? 

Zwölf megastarke Melodic Hard Rock Songs hat Peter Kresta mit einer ganzen Armada an Gastmusikern eingespielt, und trotzdem klingt die Scheibe wie aus einem Guss. Mit Ossy Pfeiffer, Jürgen Wulfes und Dana B., sind alleine drei verschiedene Künstler für die Leadvocals zuständig, was dem Album eine unglaubliche Vielfalt verleiht. 
Vom der stampfenden, treibenden Rocknummer a la „Fantasy“ oder „Passion Of The Fire“, die mich beide sehr an die frühen FOREIGNER erinnert, über Midtempo Songs wie „Dream Away“, das komplett im Duett Wulfes / Dana B. vorgetragen wird, bis hin zur gefühlvollen, vom Piano eingeleiteten Ballade „No Limits“, welche als Bonus noch mal in einer Dance-Version aufgenommen wurde, ist die komplette Palette vertreten. 

Produktiontechnisch ist die Scheibe ebenfalls ein Hörgenuss, der Sound ist immer den Songs angepasst und stets klar und wuchtig. Anspieltipps sind für mich die Vorzeige-Rocker „Fantasy“ und „Savage Society“. 

Fazit: Was lange währt, wird endlich gut. Bei „Damaged Passion“ scheint das tatsächlich zuzutreffen. Fans des melodischen (Hard) Rock und Freunde des AOR können sich auf ein echtes Sahneteilchen freuen.