Alternative Allstars - 110% Rock


Review

 
Hast Du einen dicken Schädel von gestern, relativ miese Laune und willst Dir was richtig Gutes tun, dann pack das neue Album der Alternative Allstars in den Schacht. Bei diesem Bandnamen und dem Titel „110% Rock" (SPV) sollte da nicht viel schief gehen, die Kombi lässt zumindest Großes vermuten. Um es kurz vorweg zu nehmen: „110% Rock" werdet Ihr nach mehreren Durchläufen nicht mehr hergeben wollen. Über zwei Jahre lang wurde gewerkelt und produziert, u.a. weil man sich durch das Debüt „Rock On" (2000) - das ich leider nicht kenne - die Tantiemen für den Ausbau des eigenen Studios finanzieren konnte. Eine ziemlich lange Zeit, an deren Ende 35 Songs standen - die Besten, klar, landeten auf der Scheibe. Sänger Klaus Grabke dürfte Euch als Sänger von Thumb ein Begriff sein, und er ist nicht die einzige Stimme, die auf „110% Rock" zu hören ist: „I Get Around" wird durch Ingo von den Donots kräftig unterstützt, ein absolut fetter Song, der all das in sich vereint, wofür das Album steht: Catchy zeitgemäßer Rock fuckin' Roll, der - das hört und spürt man - von Herzen kommt. Auf „Falling From Grace", einem erdigen Mid-Tempo-Titel, springt Ron von 4Lyn mit ein, und auch die anderen Songs (außer vielleicht „Emotions", einer eher kitschigen Nummer mit spacigen Gitarren) gehen richtig gut ab. Meine Lieblingsnummer neben „I Get Around" ist das straighte „Love So Strong" mit seinem knackigen Break und einem feinen Refrain. Der Klang der Platte ähnelt sehr stark dem der letzen Thumb-Releases: Ziemlich trocken und mitten-/höhenbetont. Keine Soundwand also, aber das gleicht der Volume-Regler wieder aus. Also erstens kaufen und zweitens: Play it loud!