Inverno – s/t

Inverno s-t

Stil (Spielzeit): Old School Thrash Metal (34:11)
Label/Vertrieb (VÖ): Punishment 18/TWS Music (31.08.12)
Bewertung: 6/10

Myspace

Auch in Italien gibt es alte Schulen, in denen Burschen herumhängen und sich ver-thrashen. Seit erst vier Jahren in Schuluniform, knattern die Jungs von INVERNO auf ihren Mofas über die Kriegsschauplätze. Dabei sind sie mit Herzblut dabei und benennen unkonventionell ihre zweite Platte mit ihrem eigenen Namen.

Die Ruhe vor dem Sturm ist das Intro, das mit schleppenden Riffs „Tsar Bomb" einleitet. Dann gibt's was auf die Mütze, so dass ein Soldatenhelm besser wäre. Ob mit Vollgas oder groovig im Kettenpanzer, die Truppe versteht sich in der traditionellen Thrash-Kunst, auch wenn einem das ein oder andere Riff fast bekannt vorkommt.
Gruppenbrüllen, Drums verdreschen ohne Gnade und High-Speed-Gniedeln auf der Streitaxt gehören zum guten Ton und wird von den Italienern umgesetzt, als ob sie alte Hasen wären. Wenn sich aber in „Terrorizer" der Gesang zum Teil fast selbst verschluckt, verliert er doch deutlich an Schwung und Kraft.
Deshalb wird im Anschluss erst einmal eine Bierdose geöffnet. Mit dem Song „Beer" beweist das Quartett Humor mit einem schmissigen Chorus, dessen anzüglichen Inhalt ich hier nicht wiedergeben will.

Nicht nur der Schriftzug erinnert an die alten Thrasher von OVERKILL. Wenngleich deren Frontmann Blitz ein bisschen mehr Pfeffer im Hintern hat, rocken INVERNO ebenso flott die Bude, ohne nach links und rechts zu gucken. „Religious Explosion" und „Lager" bringen nochmals kurz vor Schluss eine ordentliche Salve Doublebass auf den Teller, bevor der Nackendreher ausgeschaltet wird.

Zusammenfassend könnte man drei Titel der italienischen Vier nennen: „Prey", „Beer" und „War". Kurz und knackig, so soll alter Thrash sein. Außerordentliche Neuigkeiten haben die alten Schüler nicht zu bieten, aber das, was sie uns zeigen, wird mit Schmackes, Herz und engen Hosen gespielt. Dabei bleiben sie knallhart ihrer Linie treu. Wenn jemand die Klassiker-Alben satt hat, könnte hier eine ordentliche Alternative finden.

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