Reactory – Killed By Thrash (EP)

Reactory – Killed By Thrash (EP)
    Thrash Metal

    Label: Slaney Rec.
    VÖ: 01.01.13
    Bewertung:6/10

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Vor drei Jahren ging's los. Vier Herren aus Berlin in metallischem Outfit nahmen ihre erste kleine Demo-Scheibe auf. Dann wurden die Bühnen Europas gerockt und nun gibt's eine weitere kleine Scheibe als Appetit-Happen, der Lust auf das folgende Album machen soll. Als Orientierungshilfen haben sich die Burschen die alten Thrasher ausgesucht, denn da weiß man, was man hat.

Und das hat man auch, wie „War Never Changes" gleich betont. Passend für eine EP hält man sich nicht lange mit dem Kriegsgetöse als Intro auf, sondern geht bald in die Vollen. Treibendes Drumming, klassisches Krächzen, ein ruppig bollernder Bass und natürlich flottes Hin- und Her-Riffen sind der Stoff, aus dem der Thrash geschnitzt ist. Dabei wird zunächst nicht viel Wert auf solistische Ausflüge gelegt. Viel mehr wird geholzt, dass die Späne nur so fliegen.

Indirekt ist im dritten Songtitel „Total Destruction" eine der Bands versteckt, die als Referenz der ursprünglichen Prügelorgien in deutschen Landen gelten. „Predators Of Metal" trabt in ruhigerem Tempo daher, und auch wenn es ein bisschen flotter wird, kann man hier zu einer klassischen Metal-Hymne entspannt den Schädel schütteln. Währenddessen tobt sich im Hintergrund der Gitarrenmann auch spielerisch mal aus.

SKELETONWITCH gehen in diesem Sektor meines Erachtens ein bisschen zackiger und spannender zur Sache. Da REACTORY das Tempo meist hochhalten und da der Herr Hazard sich giftig die Mandeln aus dem Rachen krächzt, ist der Cocktail durchaus treibend böse. Orientierung bieten natürlich das klassische Trio von KREATOR, SODOM oder DESTRUCTION. Mit „Killed By Thrash" kann man vielleicht noch nicht komplett gekillt werden, doch die Rübe schütteln und währenddessen Bier trinken ist auf jeden Fall drin.

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