Goat The Head - Simian Supremacy


Review


Stil (Spielzeit): Primal Caveman Death Metal (42:02)
Label/Vertrieb (VÖ): Tabu Recordings (19. November 2007)
Bewertung: 4/10
Link: www.goat.as
www.myspace.com/goatthehead

Als „Urzeitlichen Höhlenmenschen-Death Metal“ bezeichnen GOAT THE HEAD ihren eigenen Stil. Diese Beschrebung unterstreichend sind die vier Mannen auf dem Cover ihres Erstlingswerkes „Simian Supremacy“ dann auch in steinzeitlicher Verkleidung abgebildet und geben sich alle Mühe, recht primitiv dreinzuschauen. Ihre Songs haben solch illustre Namen, wie „Beast Man“, „Bone Throne“ oder „Rockbiting Havoc“ und all diese Kriterien zusammengenommen weckten wenigstens bei mir ein reges Interesse an der Musik der Norweger. Nette Idee eigentlich, die ich in der Form bis dato nicht kannte und die auf alle Fälle viel verspricht, gibt sich die Band lustigerweise doch sogar auf dem der Promo beigelegten Schreiben alle Mühe, ihre urzeitliche Herkunft zu bekräftigen.

Voller Erwartungen ließ ich „Simian Supremacy“ also eine Weile in meinem Player rotieren – und kam doch recht schnell zu dem Schluss, dass sämtliche, vorher gelesenen Beschreibungen genau das halten, was sie im Grunde auch versprachen: Die Platte klingt roh, urzeitlich - und schlecht gemacht.
Was als erstes auffällt ist der Sound, welcher größtenteils sehr matschig daherkommt und insgesamt einfach schlecht abgemischt ist. Klar ist dieses Album ein Erstling, ich habe aber selbst bei Demos schon eine bessere Produktion erkennen können. Die Doublebass ist für meinen Geschmack teilweise viel zu leise und der Gesang steht viel zu sehr im Vordergrund. Letzteres würde normalerweise vielleicht gar nicht einmal so stören würd, wenn es denn wenigstens ein guter wäre. Das kehlige Hardcore-Gekrächze mag zwar durchaus eines Höhlenmenschen würdig sein, klingt aber aus der heutigen Zeit betrachte viel zu angestrengt, eintönig und dünn. Im Titelsong „Simian Supremacy“ lässt der Sänger immerhin teilweise erkennen, wo seine eigentlichen, naja, ich nenns mal „Qualitäten“ liegen – und zwar immer dann, wenn er kurz ins Cleane abrutscht.
Vor und in fast jedem Song wurden Samples eingespielt, die von mitgeschnittenen Filmszenen bis zu diversen Tier- und Naturgeräuschen reichen. Erst genannte fallen hierbei dann doch ein wenig aus dem steinzeitlichen Rahmen.
Was mir bei GOAT THE HEAD trotz Allem gefällt, ist die Tatsache, dass einige Songs trotz der soundlichen Defizite durchaus hörenswert sind. So gibt es größtenteils im Midtempo gespielte Stücke, die aber trotzdem stampfend nach vorne gehen und mit einem anderen Gesang und besserer Produktion bei mir sicherlich auch mehr Anklang gefunden hätten.
Leider geht aber durch eben dieses Midtempo und den erwähnt monotonen Gesang die instrumentale Qualität schnell wieder unter. Ebenso schade ist es, dass nur ein Teil der Stücke eine solche überhaupt erst aufweist, denn zum größten Teil wiederholen sich dieselben, nichtssagenden Songstrukturen.

Insgesamt gesehen ist der Eindruck, der letztendlich bleibt, ein zwiespältiger. Einige nette Stücke sind zwar dabei (Anspieltipp „Bone Throne“), doch insgesamt gesehen stört an „Simian Supremacy“ einfach viel zu viel, als das es mehr als meine verteilten vier Punkte verdient hätte.

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Wer sich übrigens trotzdem einen Eindruck von der Band verschaffen möchte, dem sei das sehr nett gemachte Video zu „Darwinian Minions“ auf der Homepage der Band empfohlen.