Seeds Of Sorrow - Promo 2007




Stil (Spielzeit): Brutal Technical Death Metal (15:01)
Label/Vertrieb (VÖ): Eigenregie (2007)
Bewertung: 5,5/10
Link: http://www.seedsofsorrow.com

SEEDS OF SORROW, Verfechter des gepflegten Death Metal, kommen aus dem Land des berühmten Ötzi. Schon seit dreizehn Jahren bestehend produzieren die vier Jungs Todesstoff und haben auch etliche Live-Auftritte auf diversen großen Festivals hinter sich. Dabei haben sie allerdings noch nicht den ganz großen Wurf fertig gebracht. Nach einigen Drehungen des Besetzungskarussells hat sich laut eigener Aussage auch der Stil in eine etwas brutalere, aber auch technischere Seite entwickelt.

Mit der vorliegenden Demo-Scheibe geben SEEDS OF SORROW einen kurzen Vorgeschmack in vier Liedern, was sie in Zukunft so vorhaben. Langsam wird der Regler hochgedreht, da schallt einem auch schon das tiefe Organ von Frontsau Mario Staffa entgegen. Über die Platte verteilt ist der Gesang meines Erachtens etwas zu stark im Vordergrund. Die höllischen Growls sind zwar nicht von schlechten Eltern, nehmen aber den Stücken den Druck ein bisschen weg. Insgesamt wird das wahrscheinlich auch an der gesamten Produktion liegen, die ja in Eigenregie durchgeführt wird.
In „Virus Mankind“ mischt man ein bisschen Groove mit etwas Blasts, lockt aber aufgrund der leicht blechernen Produktion noch nicht den Hund hinterm Ofen hervor. Mit „Her Eyes“ prügeln sich die Österreicher teilweise ins Highspeed-Delirium, bringen aber auch technische Breaks mit Bass-Solo oder ein wenig Saitenhexerei der Sechs-String-Fraktion hinein. Auch wenn SEEDS OF SORROW in „Porn Priest“ versuchen, mit einem kleinen akustischen Zwischenpart eine neue Facette einzustreuen, bleiben sie ihrer Brutalität treu. Ob jetzt ein sowieso nur knapp über zweieinhalb Minuten langes Stück auch noch eine halbe Minute Intro braucht ist dann beim Schlusstrack fraglich. Vor allem wenn dieses Intro aus komischem Kreischen und dunklem Gegrunze besteht. Deshalb feuert man natürlich noch eine kurze Salve Todesblei ab, wobei immerhin selbst bei dieser Kürze die würzige Breaks nicht fehlen.
Die Stimm- beziehungsweise Grunzlage macht es übrigens in allen Tracks so gut wie unmöglich, auch nur ein einziges Wort zu verstehen. Aber vielleicht ist das auch nicht wichtig.

Auf dieser kurzen Scheibe zeigen SEEDS OF SORROW durchaus Potential, technisch harten Death Metal zu spielen. Aufnahmetechnisch gibt es natürlich noch gewisse Dinge zu verbessern, außer man strebt einen rauen Garagensound an. Kleine technische Finessen machen die Sache etwas interessanter, auch wenn es einen noch nicht an der Wand zerquetscht.

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