Sepia - Goodbye Tristesse




Stil (Spielzeit): Gothic Rock mit Metal-Einschüben (58:40)
Label/Vertrieb (VÖ): netMusicZoneRecords/Rough Trade (26.10.07)
Bewertung: 7.5/10
Link: http://www.sepia-music.de
http://www.schwarze-schatten.de
SEPIA sind 2004 aus der Band MANTUS hervorgegangen und veröffentlichen mit “Goodbye Tristesse” nun ihr erstes Album. Um das Fazit vorwegzunehmen: Wer auf eingängigen, melancholischen, meistens mit fetten Riffs aufwartenden Gothic Rock mit weiblichen Vocals und deutschen Texten steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

Die zwölf Songs auf „Goodbye Tristesse“ sind allesamt durchzogen von Melancholie; somit ist der Bandname gut gewählt (Sepia-Fotos scheinen durch ihre Mischung aus schwarzen, roten und braunen Tönen immer ein wenig melancholisch zu sein). Schon der Opener „Ich lebe“ weiß durch den eingängigen Refrain zu überzeugen, „Keine Worte“ ist ein kleiner Hit, „Kalt“ beginnt mit ein paar elektronischen Spielereien und pfundigen Gitarren und ist ebenfalls sehr melodisch, und das balladeske, todtraurige „Himmel“ ist mindestens genau so hörenswert. Die Texte sind, genau wie die Musik, recht düster und handeln von Einsamkeit, Liebe und Verzweiflung. Sängerin Tina Schindler macht einen guten Job, bewegt sich aber meistens im gleichen Stimmbereich, aus dem sie zu selten ausbricht. Ihre eher dunkle Stimme klingt aber trotzdem sehr gut und unterscheidet sich sehr von Gothic-typischen Trällerelsen.

„Goodbye Tristesse“ ist ein Album voll bittersüßer Melodien, auf dem jeder Song einen kleinen Hit darstellt. Ab und zu vermisst man ein wenig Abwechslung, da manche Songs recht ähnlich klingen, aber ansonsten ist dieses im schicken Digipack erhältliche Album der passende Soundtrack zum bald beginnenden Winter.

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