Pierce The Veil - Collide With The Sky

pier coll 230 230

Stil (Spielzeit):
Facettenreicher Screamo (46:09)
Label/Vertrieb (VÖ): Fearless / Warner (13.07.12)
Bewertung: 7,5 / 10

Link: Facebook

Das erste PIERCE THE VEIL Album fand ich ja mal so richtig gut. Aber 2007 stand ich eh eine ganze Ecke mehr auf Screamo als heute. Das Zweitwerk war dann irgendwie gar nichts für mich (wenn ich mich recht erinnere) und so gehe ich doch etwas unsicher an ihr neues und drittes Album heran. Aber – wenn man sich mit dem Gesang arrangiert – es lohnt sich!

Ich glaube, es war vor allem der Gesang, der mir Album Nr. 2 vergrault hat. Und auch hier und heute bin ich schnell genervt von der hohen, winseligen Stimme von Vic Fuentes. Man denkt an CHIODOS, ALESANA und solche Bands. Aber auf der musikalischen Seite sind eigentlich nur Pluspunkte zu verbuchen. Wie bei den genannten Bands handelt es sich hier um ziemlich geschickte Songwriter, die möglichst viele Stile in ihre Musik einfließen lassen und dennoch ein stimmiges Ganzes hinbekommen. Was PIERCE THE VEIL dabei wirklich gut machen, sind die Einsätze von ein paar lateinamerikanischen Einflüssen (im Info spricht man schon direkt von MEXICORE), die der Platte an den jeweiligen Stellen eine zusätzliche Komponente geben, die sie von vielen anderen Bands abhebt.

Aber vor allem handelt es sich auf „Colide With The Sky" um unheimlich flüssig arrangierte Songs, die viele Haken schlagen, viel Kante zeigen und dennoch sehr poppig sind. So ein wenig wie eine überdrehte Version von FALLING IN REVERSE – nur ohne den Größenwahn des Sängers. Und außerdem sind PIERCE THE VEIL in den harten Parts auch noch mal eine Ecke tougher – ALESANA sind da ein guter Vergleich. Denn auch dieses Album ist ein kleiner Gemischtwarenladen aus Hardcore, Screamo, Metal, Pop, Alternative Rock, Emo, Mosh undundund.

Wer also immer noch nicht genug bekommen hat von Screamo, sich sowohl an Pop als auch an Metal bedient und diese ultra hohe Stimme für ok befindet, für den sind diese Amis wie gemacht. Was mich besonders freut, ist, dass sich PTV nicht im Midtempo ausruhen, sondern auch immer schnelle Parts in ihre Songs einbauen. Ach, und dass der Sound unglaublich gut ist, muss ich wohl nicht extra erwähnen...