Messiah's Kiss - Dragonheart




Stil (Spielzeit): Heavy Metal (45:12)

Label/Vertrieb (VÖ): Steamhammer / SPV  (23.02.07)

Bewertung: 8,5/10

Link: http://www.messiahskiss.com

Bereits im Jahr 2002 zeigten MESSIAH’S KISS mit ihrem Debüt “Prayer For The Dying”, dass sie sich konsequent mit dem Heavy Metal in seiner reinsten Form beschäftigen, ohne irgendwelche Kompromisse einzugehen. 
Auch mit dem Nachfolger „Metal“, der 2004 eingezimmert wurde, ließ sich die äußerst internationale Truppe, in der Musiker aus New York, Nottingham und Dinslaken vertreten sind, nicht von diesem Weg abbringen, und bauten sich nicht nur, aber auch aus diesem Grund eine solide Fanbase auf. 

„Dragonheart“ ist jetzt der dritte Streich von MESSIAH’S KISS, und alle Fans der Band können beruhigt aufatmen: Auch hier bleiben sie ihren Wurzeln treu, ohne dabei jedoch auf der Stelle zu treten, und spielen ein schnörkelloses, hammerhartes Brett, das es mehr als in sich hat. 
Die elf Songs, die sie unter Mithilfe von Produzent Herman Frank (Ex ACCEPT; Ex VICTORY), der neben dem wuchtigen Sound den er der Band verpasste, auch noch als Gastmusiker alle Soli einspielte, hauen einen wirklich mehr als um, und haben zum Teil fast schon Hymnenpotential. 
Mike Tirelli besitzt für die Musik von MESSIAH’S KISS auch die absolut perfekte Stimme. Klar, kraftvoll, wuchtig, mit der Fähigkeit die richtigen Nuancen an den richtigen Stellen zu bringen. So muss sich ein Metal Shouter anhören und nicht anders. 
Da die Soli von einem Gastmusiker eingespielt wurden, stellt sich für mich dann nur die Frage, wer den Posten als zweiter Gitarrist bei der Live-Umsetzung einnehmen wird.

 „The Ancient Cries“, der Titeltrack „Dragonheart“, oder das absolut geniale „City Of Angels“ sind neben dem etwas schleppenderen, aber deswegen nicht weniger geilen „Where The Falcons Cry“ für mich jetzt schon Anwärter für die Rubrik Song des Jahres bei unserem nächsten Jahresrückblick. 
Besonders „Where The Falcons Cry“ lässt mich einfach nicht mehr los, weil Mike Tirelli hier auf einem absoluten Ronnie James Dio Niveau singt, und der Song an sich durch seine perfekte Verschmelzung von Melodie und Härte einfach ein Ohrwurm ist. 
Das sie es auch verdammt schnell können, beweisen MESSIAH’S KISS mit „Steelrider“ und „Nocturnal“, den wohl schnellsten Songs des Albums, wobei Ersterer mit ziemlichen JUDAS PRIEST Anleihen versehen ist. 

„Northern Nights“ fällt durch seine sehr passend gesetzten Breaks auf, „Open Fire“ fällt dann qualitativ ein wenig aus der Reihe, ohne jetzt wirklich zu enttäuschen, bevor die Jungens mit dem über sechs Minuten langen „The Ivory Gates“ noch einen letzten Trumpf aus dem Ärmel ziehen. 
Es fällt mir wirklich schwer, Anspieltipps zu benennen, da „Dragonheart“ durchgängig stark ist. Wenn überhaupt, würde ich mit „Where The Falcons Cry“ den ruhigsten, mit „Nocturnal“ einen der schnelleren Songs und mit „The Ivory Gates“ den opulentesten Track nennen, weil diese drei Nummern einen guten Querschnitt durch „Dragonheart“ vermitteln. 

Fazit: Ein Heavy Metal Highlight des Jahres, keine Frage. Auch wenn das Jahr noch jung ist, diese Scheibe muss durch die Genrekollegen erst mal getoppt werden. 
Da der Sound, die Songs und die Ausführung auf ganz hohem Niveau stattfinden, kann man nur eins anmerken: Heavy Metal ist lebendiger und frischen und härter denn je.