Scelerata - Darkness And Light




Stil (Spielzeit): Power Metal (47:30)

Label/Vertrieb (VÖ): MTM Music / SPV (23.03.07)

Bewertung: 7,5/10

Link: http://www.scelerata.com

SCELERATA sind eine junge Band aus Brasilien, die in ihrer Heimat schon einen relativ hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sich ANGRA’s Sänger Edu Falaschi sich ihrer angenommen hat, und sie sehr stark supportet, zum Beispiel indem er sie mit seiner Band ANGRA auf Tour genommen hat. 
Aber SCELERATA haben auch schon für andere Szenegrößen eröffnet, unter anderem für DEEP PURPLE, GAMMA RAY und MASTERPLAN. 

Mit ihrem Debüt „Darkness And Light“ wollen es Carl Cassagrande (vocals), Magnus Wichmann (guitars), Bruno Sandri (guitars), Gustavo Strapazon (bass) und Francis Cassol (drums) nun auch außerhalb ihrer Landesgrenzen zu Ruhm und Annerkennung bringen. 
Und die Chancen stehen dafür wirklich nicht schlecht, denn die zehn Tracks sprühen nur so vor Spielfreude. Immer vorangetrieben durch die mächtigen Doublebass Attacken von Francis Cassol, spielen SCELERATA einen sehr melodiösen und zum Teil leicht progressiv angehauchten Power Metal, der neben der genialen Stimme von Carl Cassagrande besonders durch die technisch unglaublich anspruchsvolle Gitarrenarbeit besticht, die aber trotz der zum Teil halsbrecherischen Geschwindigkeit nie verfrickelt wirkt. Für ein Erstlingswerk klingt „Darkness And Light“ schon äußerst reif und ausgefeilt, wofür neben den Songs auch die sehr ausgeglichen Produktion verantwortlich ist. 

Nach dem Intro „Land Of The Sins“ treten die Jungens das Gaspedal bei „Holy Fire“ sofort mächtig durch, ohne die Melodie dabei aus dem Auge zu verlieren. 
„Eminence“ haut genau in dieselbe Kerbe, bevor auf „The Spell Of Time“ Edu Falaschi zu seinem Gastauftritt kommt und das Tempo ein bisschen herausgenommen wird. 
Bei „Ethereal Places“ geht dann wieder die normale SCELERATA-Post ab, ebenso bei „Endless“, das zwar ruhiger anfängt, aber im weiteren Verlauf immer mehr Tempo aufnimmt. 
Der Titeltrack „Darkness And Light“ hat dann mehr treibenden Character, und zeigt Carls Stimme von einer ganz anderen Seite, genau wie bei „Spirits Looking For…“. 
Bei den letzten beiden Tracks „Wings To Fly“ und „Adonai (Sacred Melodies) geben sie aber wieder gewohnt Gas. 
Die Erstpressung der CD ist dann noch mit einem Bonus Video von „Eminence“, sowie einem „Making Of…“ ausgestattet. 

Anspieltipps von meiner Seite: Das treibende „The Spell Of Time“ sowie „Ethereal Places“ mit seinem sehr klassisch angehauchten Gitarrensolo. 

Fazit: Sehr anspruchsvoller Power Metal aus Südamerika. Wenn nicht allzu viel schief geht, werden die fünf jungen Brasilianer noch von sich Reden machen. „Darkness And Light“ klingt für ein Debüt schon sehr reif und erwachsen, und hoffentlich haben sie sich damit nicht selbst die höchste Hürde in den Weg gestellt.