Moonlight Agony - Silent Waters




Stil (Spielzeit): Progressiv Power Metal (44:50)

Label/Vertrieb (VÖ): Dockyard1 / Soulfood Music  (23.03.07)

Bewertung: 7/10

Link: http://www.moonlightagony.com

Nachdem MOONLIGHT AGONY auf ihrem Debüt “Echoes Of A Nightmare” noch unüberhörbar dem Power Metal frönten, und diese Scheibe auch ausgiebig auf ihrer Tour mit DORO promoteten, haben die sechs Schweden auf dem Nachfolger “Silent Waters” ihren Songs einen erheblich progressiveren Touch verliehen. 

Trotz allem liegen die Wurzeln von David Akesson (vocals), Robert Willstedt (drums), Kalle Landin (guitars), Rickard Petersson (guitars), Martin Mellström (keyboards) und Christer „Zigge“ Pedersen (bass) klar im Power Metal. 
Inspiriert von Bands wie EVERGREY, SYMPHONY X, HELLOWEEN oder DREAM THEATER, haben MOONLIGHT AGONY zehn Tracks eingespielt, und dabei versucht, die Trademarks dieser Bands miteinander zu einem eigenständigen Sound zu verbinden, was ihnen auch sehr gut gelungen ist. 

Bereits beim Opener „Leaving Solitude“ kann man den progressiven Grundsound sehr gut heraushören. Und dieser rote Faden zieht sich durchgehend durch die ganze Scheibe. 
Besonders Sänger David Akesson versteht es immer wieder, den Songs mit seinen Vocals Akzente zu verleihen, und einen gewissen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, der „Silent Waters“ zu einer sehr abwechslungsreichen Angelegenheit macht. Das sie, neben den krachenden Doublebass Attacken auch richtig grooven können, beweisen sie mit dem schleppenden „Soulless“, oder dem von breaks durchzogenen „Through The Dessert Storm“. 
Ansonsten wird die Geschwindigkeit aber durchgehend hochgehalten, und die Power Metal Trademarks kommen jederzeit zum tragen. 
Allerdings sollten die Junges aufpassen, dass sie es mit den progressiven Klängen nicht allzu sehr übertreiben. So, wie sie es auf „Silent Waters“, klingt es perfekt. 

Mir haben besonders das mit einer sehr eingängigen Melodie und vielen Breaks durchzogene „I’m Alive“, das etwas düster klingende „Room 101“, sowie das melancholisch und wütende „You Betrayed Me“, das nebenbei auch noch mit tollen Chören aufwartet, gefallen. Die Produktion ist sehr gelungen, transparent wo es der Song verlangt, wuchtig in den Passagen, wo Durchschlagskraft benötigt wird. 

Fazit: Sehr ausdrucksstarker Sänger, eine Rhythmusabteilung die abgeht, als gäbe es kein Morgen mehr und zwei Gitarristen, die Killerlicks nur so aus dem Ärmel zu schütteln scheinen. 
Eine weitere Band aus Schweden, die das Zeug hat, sich ganz nach oben in der Metal-Liga zu spielen