Warcry - La Quinta Esencia




Stil (Spielzeit): Melodic Metal (56:09)

Label/Vertrieb (VÖ): Avispa / Soulfood Music (20.04.07)

Bewertung: 7/10

Link: http://www.warcry.as

WARCRY kommen aus Spanien, und machen daraus auch in ihrer Music keinen Hehl, denn sie singen ausschließlich in ihrer Muttersprache. 
Für einen normalen Mitteleuropäer wie mich, der jetzt keinen Spanisch Leistungskurs belegt hat, bringt das natürlich das Problem mit sich, dass ich aus den Texten aber auch rein gar nichts herausziehen kann, und sich meine Bewertung daher ausschließlich auf den musikalischen Teil bezieht. 

Zwischen 2001 und 2002 gründeten die beiden Masterminds Victor Garcia und Alberto Ardines die Band, und bereits 2002 erschien das erste Album. Eine mehr als erfolgreiche Tour folgte und machte WARCRY zu einer festen Größe in der spanischen Metalszene. Und die Band legte nach, denn innerhalb von nur drei Jahren wurden vier Alben und eine DVD, die auf der iberischen Halbinsel kurz vor der Vergoldung steht, veröffentlicht. 
Mit „La Quinta Esencia“ greifen sie jetzt den europäischen Markt an, und mit etwas Glück könnte dieses Unterfangen durchaus gelingen, den musikalisch sind WARCRY, bei denen neben den bereits erwähnten Sänger Victor Garcia und dem Drummer Alberto Ardines noch Fernando Mon (guitars), Pablo Garcia (guitars), Roberto Garcia (Bass) und Manuel Ramil (keyboards) zum Line Up gehören, über absolut jeden Zweifel erhaben. 

Die Elf Tracks von „La Quinta Esencia“ sind ohne Ausnahme sehr reif und durchdacht klingende Melodic Metal Songs, bei denen einfach das Gesamtbild passt. 
Mir gefällt besonders der Gesang von Victor, der eine dermaßen geniale Metalstimme sein Eigen nennt, dass spätestens beim dritten Track gar nicht mehr auffällt, dass er auf spanisch singt. 
Der Tatsache, dass sie in der Bandbio als Melodic Power Metal Band angekündigt werden, muss ich allerdings widersprechen. Für Power Metal spielen sie, rein vom Grundrhythmus der Songs her gesehen, ein zu seichtes Brett. Melodic Metal trifft den Nagel allerdings auf den Kopf, in manchen Songs würde ich sogar eher von Melodic Rock sprechen. 

Mit „El Mas Triste Adios“ ist eine wunderschöne Ballade vertreten, bei der Victor auch mal die andere Seite seiner Stimme zeigen kann. Obwohl er sehr viel Gefühl in seine Stimme legt, ist sie immer rau und klingt irgendwie dreckig. Das ist jetzt nicht negativ gemeint. 

Fazit: Auf Grund der Tatsache, das die Songs von „La Quinta Esencia“ rocken ohne Ende, fällt es gar nicht so sehr ins Gewicht, dass die Band ihre Songs auf Spanisch vorträgt. 
Ganz im Gegenteil, die Musik erhält dadurch erst recht einen gewissen Charme. Ob sie damit außerhalb Spaniens Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten. 
Ich würde es ihnen aber wirklich wünschen, denn sie rocken richtig gut und haben mächtig viel Potential und Power. Fans des melodiösen und anspruchsvollen Metal sollten WARCRY definitiv eine Chance geben.