Privateer - The Traitors




Stil (Spielzeit): Melodic Power Metal (43:36)

Label/Vertrieb (VÖ): STF / CMS (26.03.07)

Bewertung: 6,5/10

Link: http://www.privateerband.com

Am 05. Juli 2005 wurde PRIVATEER in Polen aus der Taufe gehoben. Von diesem Line Up sind allerdings heute nur noch Andrzej „Skorgan“ Pichlinski (bass) und Tomasz „Hannibal“ Bator (guitars) in der Band. 
Anfangs waren PRIVATEER noch darauf limitiert, Coversongs von Bands wie NIGHTWISH und HELLOWEEN zu spielen. Nach einigen Besetzungswechseln und Neuzugängen, einer zum Triumphzug ausartenden Teilnahme am Cracow Rock Festiwal am 18.02.2006, ging man kurze Zeit später ins Studio, um den ersten Longplayer einzuspielen. 
Das Ergebnis hört auf den Namen „The Traitors“ und beinhaltet zehn sehr melodische Power Metal Songs. 

Nach einem kurzen Intro geht es mit „A Flaming Bath“ direkt in die Vollen, obwohl der Song eigentlich sehr schleppend losgeht, nimmt er im Refrain immer wieder Fahrt auf. Szymon „Pudel“ Kostros Gesang ist typisch für Bands dieses Genre, also relativ hoch angelegt. Trotzdem schafft er es, genügend Druck zu entwickeln, sich gegen den Rest der Band durch zu setzen. 
Das treibende „Beholder“ folgt, bevor ein mit einem geilen Gitarrenintro versehendes „Children Of The Dog Star“ dem Album endlich die Berechtigung verleiht, sich Power Metal zu nennen. 
Mit „Night Escape“ folgt ein Track der Marke Ohrwurm, bei dem das Tempo weiter hochgehalten wird, ebenso bei „Part Of Me“. Das ruhige „Closure“ fällt meiner Meinung nach ein wenig ab, weil Szymons Stimme hier tatsächlich ein bisschen unsicher und dünn klingt. 
Ihm liegen die „Abgeh-Nummern“ definitiv besser, wie er beim nachfolgenden Titeltrack des Album „The Traitors“ nachdrücklich unter Beweis stellt. Hier ist er zu Hause und das hört man auch. 
„Dark Father“ und „Monolith“ sind dann auch wieder Power Metal Songs der alten Schule. 

Neben dem Gesang bei den schnellen Stücken hat mir besonders die technisch anspruchsvolle Gitarrenarbeit von Tomasz gefallen, wobei ich gespannt bin, wie er die teilweise verfrickelten zwei-, und mehrstimmigen Leads Live umsetzen wird. 
Anspieltipps sind das starke „Night Escape“ und der schleppende Opener „A Flaming Bath“ 

Fazit: PRIVATEER spielen schönen Power Metal, der zum Teil sehr melodielastig ausfällt. Damit reihen sie sich in die Liste der guten Veröffentlichungen dieses Genre ein, ohne sich aber wirklich spektakulär von den anderen Bands abzuheben. Aber man darf auch nie vergessen, dass es sich hier um ein Debüt handelt, und man von PRIVATEER bestimmt in der Zukunft noch einiges erwarten kann. Eine erste Duftmarke haben sie mit „The Traitors“ alle male gesetzt.