Silver Fist - Tears Of Blood




Stil (Spielzeit): Power Metal (50:15)

Label/Vertrieb (VÖ): Avispa / Soulfood Music (13.08.07)

Bewertung: 8,5/10

Link: http://www.silverfistmetal.com

Wer die spanische Kultband MURO kennt, ist auf alle Fälle schon einmal klar im Vorteil, denn bei SILVER FIST handelt es sich um deren Nachfolgeband. 
Gegründet wurde SILVER FIST von MURO Sänger Silver Solorzano und dem Drummer der Band Ivan Manzano. In Spanien wurden bereits zwei Alben veröffentlicht, allerdings mit spanischen Lyrics. 
Jetzt erfüllt sich die Band, deren Line Up noch von Bassist Jose M. Perez und den Gitarristen Nacho Ruiz und Diego Lopez vervollständigt wird, einen lang ersehnten Traum. Mit „Tears Of Blood“ bringen sie das englischsprachige Pendant zu „Lagrisma De Sangre“ auf den Markt. 

Und diese CD hat es wirklich in sich. Der überaus kraftvolle und perfekt produzierte Power Metal der Band bläst einen förmlich um. Und die räudigen Vocals von Metal-Urvieh Silver Solorzano lassen keine Wünsche offen. 
Auf zehn Tracks plus der Bonusnummer „Balls To The Wall“ zelebrieren die Spanier das, was man sich unter modernem Power Metal vorstellt. 
Egal, ob es sich um so treibende Grooves wie beim Opener „The Fear“ oder „I’m Sorry, oder um Doublebass Gewitter wie bei „Flight Of The Phoenix“, „Matyr“ oder auch de Titelsong „Tears Of Blood“ handelt, SILVER FIST spielen auf allerhöchsten Niveau, und so Phrasen wie „angezogene Handbremse“ oder „Zurückhaltung“ scheinen ihnen völlig fremd zu sein.

Auf „Tears Of Blood“ ist definitiv Vollgas angesagt. Selbst bei der Ballade „I Still Believe In You“ kann man sich trotz der ruhigen Töne der Energie kaum entziehen, die einem da aus den Boxen entgegen tönt. 
Die Krone setzen sich die Spanier allerdings mit „I’ll Wait For You In Hell“ auf. Der Song, der zwar klar die SILVER FIST Trademarks trägt, ist eine Mischung aus SAVATAGE, RUNNING WILD und ACCEPT, und geht mächtig ab. 
Anspieltipps sind das megaschnelle „Encouraged“, der Titelsong „Tears Of Blood“, besagtes „I’ll Wait For You In Hell“, und das genial gespielte ACCEPT Cover von „Balls To The Wall“, bei dem Silver in einigen Passagen genau wie Udo Dierkschneider klingt, was an sich ja eigentlich schon fast unmöglich ist. 

Fazit: Genialer Power Metal mit tollen, abwechslungsreichen Songs, der ganz nebenbei auch noch bombastisch produziert ist. Kaufen!