Iron Maiden - Somewhere Back In Time / The Best Of 1980-1989




Stil (Spielzeit): Metal (71:01)

Label/Vertrieb (VÖ): EMI Records (09.05.08)

Bewertung: Keine Wertung, da es sich um einen Best Of Sampler handelt

http://www.ironmaiden.com

Manche Bands hauen schon nach drei Studioalben eine Best Of- Compilation auf den Markt, andere Bands nach zehn Alben, wovon eines erfolgloser als das andere war. 
Dadurch entsteht häufig und sehr schnell der Verdacht der Abzocke, wenn man auf einem Cover „Best Of“ liest. Wenn eine Band wie IRON MAIDEN aber bereits 30 Jahre zusammen Alben veröffentlichen, bei dem sich ein ganzes Sammelsurium an Hits angesammelt hat, und viele jüngere Fans zum Teil noch gar nicht auf der Welt waren, könnte das dann aber als einzige Begründung dienen, eine solche Veröffentlichung auf den Markt zu schmeissen.
Das sich IRON MAIDEN entschlossen haben, dass Album auf ihrer Homepage zum kostenlosen Download (WMA-Format) bereitzustellen, womit gerade die jüngeren Fans der Band die Scheibe für drei Durchläufe anzutesten können, bevor der Download verfällt, ist zwar eine ganz nette Geschichte, aber ich denke nicht, das irgendjemand, der sich für IRON MAIDEN interessiert, die Songs in diesen Versionen nicht schon mal woanders gehört, und damit auch angetestet hat.

Dass die Scheibe während der „Somewhere Back In Time Tour“ erscheint, lässt den der Eisernen Jungfrauen Heiligenschein dann auch noch weiter verblassen, denn logischerweise soll das Teil auch Geld einspielen, und nicht als Goodie für die Fans enden. Da der Untertitel „The Best Of 1980-1989“ lautet, lässt vermuten, dass uns ein zweiter und vielleicht auch dritter Teil beglücken könnte. Bei der Geschäftstüchtigkeit eines Steve Harris würde mich das wirklich nicht wundern. 
„Somewhere Back In Time“ beinhaltet 15 Songs von den ersten sieben Studio- und dem ersten Live Album der Band, wobei die Songs, die im Original noch von Paul Di’Anno eingesungen wurden, auf dieser Compilation als Live Version, also mit Bruce Dickinson am Mikro, verwendet wurden, was ich persönlich ein wenig schade finde, denn Paul Di’Anno war ja auch maßgeblich daran beteiligt, dass IRON MAIDEN sich aus der Masse der zu dieser Zeit aufkommenden Bands heraus spielte, und letztendlich zu dem wurden, was sie heute sind. 
Was sich aber trotz alle dem nicht von der Hand weisen lässt ist die Tatsache, dass dieser Silberling voll gestopft mit Klassikern und Hits der Band aus der ersten Dekade ihrer Karriere ist, und dadurch für jüngere Fans durchaus eine nachvollziehbare Daseinsberechtigung und einen Kaufanreiz darstellt. 

All die Fans, die IRON MAIDEN schon von Beginn an begleiten, und die ersten Scheiben ihr Eigen nennen, können getrost den Geldbeutel stecken lassen. 
Es gibt nichts auf „Somewhere Back In Time“, was in eurer Sammlung fehlt. Bonus Tracks, Interviews oder Videos, die dann eventuell doch noch einen Kaufanreiz bieten könnten, sind hier leider Fehlanzeige. Aus diesem Grund gebe ich auch für die Scheibe keine Wertung ab, auch wenn Songs wie „The Trooper“, „Aces High“, oder auch „Hallowed Be Thy Name“ eine glatte zehn in meinen Ohren sind, aber leider auch schon gute 20 Jährchen auf dem Buckel haben. 

Anhand der Tracklist kann jeder für sich selber entscheiden, ob er sich die Scheibe zu legen möchte, oder auch nicht. 

#01 – Churchill’s Speech 
#02 – Aces High (live) 
#03 – 2 Minutes To Midnight 
#04 – The Trooper 
#05 – Wasted Years 
#06 – Children Of The Damned 
#07 – The Number Of The Beast 
#08 – Run To The Hills 
#09 – Phantom Of The Opera (live) 
#10 – The Evil That Men Do 
#11 – Wratchild (live) 
#12 – Ca I Play With Madness 
#13 – Powerslave 
#14 – Hallowed Be Thy Name 
#15 – Iron Maiden (live)