Powers Court - The Red Mist Of Endenmore




Stil (Spielzeit): (progressiv) Power Metal  (43:25)

Label/Vertrieb (VÖ): Audioglobe / SPV (28.03.08)

Bewertung: 4/10

Link: http://www.powers-court.com

POWERS COURT kommen aus dem Mittleren Westen der USA, und haben mit „The Red Mist Of Endenmore“ bereits ihr drittes Album auf den Markt gebracht. Ihr selbstbetiteltes Debüt erschien bereits im Jahr 1996, womit sie auch das Interesse des Labels Dragonheart Records wecken konnten, welches die Band 1999 unter Vertrag nahm. 
Sängerin, Gitarristin und Bandleaderin Danie Powers hat zusammen mit ihren Mitstreitern Steve Murray (bass) und Daniel Nydick (drums) elf Tracks plus einem Bonus Song für „The Red Mist Of Endenmore“ eingespielt. Das Album ist eine Konzept Scheibe, und basiert auf das gleichnamige Buch, das ebenfalls von Danie geschrieben wurde, in dem es um Unheil, Magie und einer hoffnungslosen Liebe im Ort Endenmore geht. 

Mit dem zum Teil sehr düster, und gelegentlich auch leicht progressiv rüber kommenden Power Metal beschreibt die Band die Geschehnisse im Ort Endenmore, wobei ich vor allem auf die über 4 ½ Oktaven umfassende Stimme von Danie Powers gespannt war. 
Ok, dass sie einen erheblichen Stimmumfang besitzt, steht außer Frage, und das beweist sie eigentlich in jedem der zwölf Tracks. Der Klang ihrer Stimme hat mir persönlich aber bereits nach zwei Stücken ziemlich an den Nerven gezerrt, da er einen ziemlich, ich nenne es mal „jaulenden“ Klang entwickelt 
Von der Instrumentierung kommen die Songs allerdings dafür umso besser, und ich hab mich des Öfteren gefragt, wie die Titel wohl mit einem anderen Sänger, oder einer anderen Sängerin geklungen hätten. Auf der Gitarre spielt sie dafür aber ein verdammt hartes Brett, und auch Steve Murray und Daniel Nydick sorgen für einen grundsoliden Klangteppich, und auch von der Produktion ist „The Red Mist Of Endenmore“ absolut gelungen. 

Highlights des Albums sind in meinen Ohren „Power Tapesty“, das sehr episch und ruhig beginnt, aber im weiteren Verlauf gut Fahrt aufnimmt, und mit einigen intelligent eingestreuten Tempiwechseln für Abwechslung sorgt. „Kingdom Falls“, das nach klassischem US Metal klingt, hebt sich ebenfalls positiv aus der Masse ab, genauso wie das traurige und melancholische „Vain Regrets“, das mit einem schönen Gitarrenpart in der Mitte des Songs zu gefallen weiß. 
Der Bonustrack „Cold Day In Hell“, gleichzeitig der schnellste, und außerhalb des Konzeptes stehende Song ist für mich dann auch der Song, der sich als einziger richtig in den Gehörgängen festsetzt. 

Fazit: „The Red Mist Of Endenmore“ kommt mit seinem leicht progressiven Power Metal musikalisch gut rüber, auch in der Story des Konzepts findet man sich schnell zurecht. Der einzige Knackpunkt der Scheibe ist für mich der Gesang von Danie Powers, der zwar viele Oktaven umfassen mag, aber vom Klang der Stimme an sich schnell seinen Reiz verliert, und nicht unbedingt gut zur Musik passt.