Leah - The Quest

Leah - The Quest
    Symphonic Metal / Celtic Fantasy Metal

    Label: Inner Wound Recordings
    VÖ: 05.10.2018
    Bewertung:7/10

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LEAH – das ist ein Gemeinschaftsprojekt. Was auf den ersten Blick wie das selbstverliebt betitelte Soloprojekt der kanadischen Sängerin Leah McHenry erscheint, ist in Wahrheit das gemeinsame Produkt von sechs renommierten Musikern. Denn neben der keltischen Schönheit besteht das Line-Up für das neue Album "The Quest“ aus NIGHTWISH-Flötist Troy Donockley, Bassist Barend Courbois (BLIND GUARDIAN), Gitarrist Timo Somers (DELAIN), Ex-DELAIN-Drummer Sander Zoer und ORPHANED LAND-Vertreter Chen Balbus. Doch große Namen bedeuten immer auch hohe Erwartungen.

Bombastischer Celtic Metal

Erwartungen, denen die Kanadierin dank ihres einzigartigen Genre-Gemischs gerecht zu werden weiß. "The Quest“ gibt sich als erfolgreicher Brückenschlag zwischen WITHIN TEMPTATION und ADRIAN VON ZIEGLER, kombiniert seinen symphonischen Grundstein mit einer allgegenwärtigen keltischen Instrumentierung. Das Ergebnis klingt gleichzeitig bombastisch wie zärtlich, kann aber fast immer mit einer mitreißenden Eingängigkeit punkten.

Abwechslung ist auch auf "The Quest“ Trumpf, sodass sich poppige Rocker wie "Edge Of Your Sword“, gitarrenlastige Metalstücke ("Heir“) und ätherische Balladen ("Oblivion (Between Two Worlds)“) die Klinke in die Hand geben. Mit laufender Spielzeit wird es immer schwerer, sich der sanften, aber zugleich kräftigen Stimme der Kanadierin zu entziehen, welche herrlich unaufdringlich aus den Lautsprechern klingt. LEAH entführt den Hörer in eine fantastische und unschuldige Welt, deren positive Botschaft optimistisch stimmt.

Nicht immer erstklassig

Doch nicht alles an "The Quest“ ist so märchenhaft, wie es die vorherigen Zeilen vermuten lassen. Gerade in der zweiten Hälfte des Albums fällt es der Kanadierin zunehmend schwerer, emotionale Höhepunkte zu setzen. Einzig und allein das stark an eine Radiosingle erinnernde "Ghost Upon A Throne“ will sich von der Reise festsetzen. Das Drittwerk des Projektes ist handwerklich stets gut gemacht, wirkt stellenweise aber trotzdem beliebig und spielt zu häufig seine atmosphärischen Stärken aus.

So bleibt LEAHs Drittwerk ein sehr gutes Album, welches aber für eine Empfehlung ein gute Portion Optimierung hätte vertragen können. Trotzdem punktet das Werk mit großer Emotionalität, grenzwertiger Eingängigkeit sowie keltischer Atmosphäre, über deren Authentizität allerdings gerne diskutiert werden darf. Egal, Fans werden sich darüber wohl kaum den Kopf zerbrechen und sich von der Kanadierin gerne in ihre Fantasywelt entführen lassen. Gut so!

Tracklist

01. The Quest
02. Edge of Your Sword
03. Lion Arises
04. Heir
05. Ruins of Illusion
06. Labyrinth
07. Abyss
08. Oblivion (Between Two Worlds)
09. Ghost Upon a Throne
10. The Water Is Wide