Sanction-X - The Last Day Tipp


sanction_x_-_the_last_day

Stil (Spielzeit): Melodic Metal (50:10)
Label/Vertrieb (V.Ö.): Metal Heaven / Soulfood Music (26.06.2009)
Bewertung: 8,5/10

Link: http://www.sanction-x.com

SANCTION-X wurden im Jahre 2008 von Sänger Ebby Paduch und Gitarrist Bobby Böbel gegründet. Beide sind in der Szene keine Unbekannten, denn mit Bands wie FRONTLINE, EVIDENCE ONE oder INFINITIY'S CALL konnten sie sich in der Zeit vor SANCTION-X bereits einem größeren Publikum präsentieren. Zusammen mit Drummer Peter Lange, Bassist Roberto D'Amico und Keyboarder Ben Eifert haben sie sich Melodic Metal auf die Fahne geschrieben, und für „The Last Day" elf Songs eingespielt.
Für die Produktion war Gitarrist Bobby Böbel himself verantwortlich.

Bereits beim ersten Song „The Calling" spitzt man die Ohren, denn der Song knallt mit einem fetten Groove mehr als wuchtig aus den Boxen. Eberhard „Ebby" Paduchs Stimme gibt dem Song mit seinem rauen und kräftigen Ausdruck genau den letzten Kick, den er braucht, um sich schön lange in die Gehörgänge einzufressen. „When Fire Will Touch The Night" stampft genauso wie der Opener, klingt aber von den Gitarren her etwas fetter.
Die spacigen Keyboard Klänge zu Beginn und während „Demon's Dance" hätten sich die Jungens aber dann sparen können, dann wäre auch der dritte Track ein richtiger guter Song geworden. So fällt er aber meiner Meinung nach ein bisschen ab. Bei „Eyes Of A Stranger" führen einen die Songwriter dann aufs Glatteis, denn nach dem balladesken Beginn entpuppt sich der Song als kräftiger Midtemporocker, der sich dann wieder nahtlos an die hohe Qualität der ersten Stücke anschließt.
Etwas progressiver, aber nicht weniger kraftvoll kommen danach „Alone Again" und „Feelings Came Out To Me", wobei die Melodie von letzterem Song fast schon ohrwurmverdächtiges Potential an den Tag legt.
Bei den stampfenden, reinrassigen Melodic Metal Songs machen SANCTION-X aber meiner Meinung nach die beste Figur, was sie mit „Reason Why We Were Born", „The Eyes" und dem vom Tempo her eher gemässigteren „The Last Day" eindrucksvoll beweisen.
„Eternal Light" ist dann der schnellste Song des Albums, aber auch hier steht eigentlich eher ein schleppender Groove als Geschwindigkeit im Fokus.
Das düstere und langsame „Fly Away" beschließt dann ein wirklich gelungenes Album, mit dem sich SANCTION-X absolut nicht verstecken brauchen.

Fazit: Auf „The Last Day" geben sich SANCTION-X kaum eine Blöße, sondern hauen dem Hörer zum größten Teil wuchtige und stampfende Melodic Metal Songs um die Ohren, die sich textlich hauptsächlich mit sozialkritischen und gesellschaftspolitischen Themen befassen. Der erhobene Zeigefinger bleibt aber aus, oder zum Glück nur für die Pommesgabel erhoben. Fette Riffs, eingängige Melodien und die fantastische Stimme von Ebby Paduch runden „The Last Day" ab zu einem empfehlenswerten Metal Album ab.