House Of Mirrors - Desolation





Stil (Spielzeit): Melodic Rock meets Power Metal (45:42)

Label/Vertrieb (VÖ): Escape / Point Music (19.05.2006)

Bewertung: Best of Both Worlds (8/10)

Link: www.house-of-mirrors.com
Kein Zweifel, HOUSE OF MIRRORS haben es mit ihrem Zweitling „Desolation“ geschafft, in die Spitzengruppe des Melodic Rock / Metal vorzustoßen. Dabei überzeugen die Finnen nicht nur durch eine enorme Hitdichte, sondern vor allem aufgrund des abwechslungsreichen Songwritings. So kombinieren die Jungs etwa bei „Broken Soul“ Doublebass-Passagen mit getragenen Power-Metal-Parts, die etwas an Morgana Lefay erinnern. Sehr geil sind vor allem die zweistimmigen Klampfen, wobei ich mich frage, wie diese live umgesetzt werden soll, wenn es nur einen Gitarristen in der Band gibt (dessen Soli aber alles in Grund in Boden dudeln). Und auch ein Keyboarder fehlt in der Besetzungsliste, obwohl diese teilweise recht dominant sind. Doch HOUSE OF MIRRORS können auch anders, wie sie bei „Where Are You Know“ beweisen. Eine Stadionrock-Hymne, die in den Achtzigern durchaus Hitsingle-Potenzial vorzuweisen gehabt hätte. Und auch die mit Drumsamples unterlegte Power-Pop-Ballade „Gone With The Summer“ zeugt davon, dass hier nicht nur einsilbig geradeaus gerockt wird, sondern die Stimmung von Song zu Song variiert. Absolut gelungen sind auch die sauberen und fetten Chöre, die jeden mehrstimmigen Refrain noch um einige Etagen höher tragen. HOUSE OF MIRRORS ist das Kunststück gelungen, sowohl Freunde des klassischen 80er-Hard-Rocks anzusprechen, als auch Fans des härteren skandinavischen Power Metals. Herzlichen Glückwunsch!