Quidam - Alone Together





Stil (Spielzeit): Prog (1:02:10)

Label/Vertrieb (VÖ): Import/ http://www.justforkicks.de (Ende 2007)

Bewertung: Eine schöne Stunde Prog 7,5/10

Link: http://www.quidam.pl

Zwei Jahre ist es her, daß die polnische Prog-Band QUIDAM mit „suREvival“ ihr letztes Studioalbum auf die Prog-Szene losgelassen hat. Ein Live-Album und ein „Half-Plugged“ Album liegen dazwischen, vielleicht aber noch wichtiger, die Besetzungswechsel im Vorfeld des letzten Albums sind verdaut und die Band schaut wieder nach Vorne. Da bleiben auch kleinere Kurskorrekturen nicht aus.

Schon auf „suREvival“ zeigte sich das Sextett verhältnismäßig gradlinig und behielt bei allen kleinen Exkursen doch immer den Song im Auge. Dieser Trend setzt sich auf „Alone Together“ fort, die neun tendenziell eher ruhigen Stücke, die sich mit den Brüchen in verschiedenen Beziehungen, dem zusammen Alleinsein, beschäftigen, haben teilweise sogar Radiopotenazial.
Insgesamt erinnert mich das Album an die PINK FLOYD Scheiben in den frühen 70er Jahren, mit relativ verspielten aber zurückhaltenden Strophen und sphärischen Refrains. Dabei schaffen die Synthies eher den ständig vor sich hin plätscherden Hindergrund, auf dem vor allem die Gitarren und die Drums das Geschehen bestimmen.
Aber auch moderne Alternative-Elemente werden nicht vollkommen ausgespart. Besonders „One day We Find“, das mit orientalischen Saiteninstrumenten bereichert, Rassismus und Religionskonflikte anspricht, hat fast schon einen Crossover-Touch. Aber auch andere Einflüsse wie Reggae („But Stonger Together“) oder immer wieder folkige Flötenpasagen (u.A. „Different“, „Kings Of Solitude At Night“) haben ihren Platz im QUIDAM Sound.

Freunde anderer Neo-Prog Bands, die sich auch mit kleineren Folk-Einsprengseln anfreunden können, für die hier vor allem die Querflöte sorgt, sollten unseren östlichen Nachbarn hier etwas Aufmerksamkeit schenken. Es sollte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis man von QUIDAM auch bei uns mehr zu hören bekommt.

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