Jon Spencer - Spencer Sings The Hits

Jon Spencer - Spencer Sings The Hits

New York – die Stadt der Träumer, des City-Feelings und des wahren Undergrounds. In diesen anonymen Straßen einer riesigen Stadt tummeln sich so einige seltsame, skurrile als auch verrückte Gestalten. Eine davon: JON SPENCER. Dabei hatte sich JON SPENCER in seiner ganzen musikalischen Karriere bereits von einer unbekannten grauen Maus zu einer absoluten Underground-Rock-Legende der lokalen Szene gespielt. Sein Mix aus Rockabilly, Garage Punk, Rhythm, Blues und Sci-Fi Industrial ergibt definitiv ein erwähnenswertes Gesamtbild, das nicht unkommentiert bleiben darf.

Und jetzt? Jetzt singt JON SPENCER die Hits!

So skurril wie die Songtitel gewählt sind, so klingen auch die neuen zwölf Tracks. „Do The Trash Can“ klingt nach einem Rockkonzert auf einer Müllhalde, bei der ordentlich Heavy Metal (haha) gespielt wird, „Wilderness“ lässt JON SPENCERs ganze wilde Ungezähmtheit in drei Minuten komprimiert ins Ohr ballern und „Overload“ erstreckt sich bis an die Grenzen des noch definierbaren Minimalismus'.

Einfach(,) genial?

Da das Stichwort bereits gefallen ist: JON SPENCER bedient sich des doch in der Rockmusik so seltenen Minimalismus', der ein ambivalentes Hörerlebnis bietet. Während er die Gitarren- und Basslinien auf das Nötigste reduziert, gibt er ein unvergleichbares Rhythmusgewitter von sich, das jedoch bei dem unspektakulären Drumherum in einem murmelnden Geräuschteppich untergeht.

Obwohl zu Beginn noch viele Songs mit ihrer frechen Gewitztheit oder grenzenlosen Coolness herausstechen können, ziehen gegen Ende der CD die Lieder nur an einem vorbei – JON SPENCER ist ein Phänomen zwischen rhythmischer Genialität und einsetzender Eintönigkeit.

„Spencer Sings The Hits“ ist ein Album, das man sich als treuer Fan gerne zulegen kann, was aber nicht unbedingt einen Mehrwert bietet. Die Songs sind „ganz nett“ aber haben in keiner Weise einen Hit-Charakter, wobei diese Definition in dem Fall wohl eine subjektive Betrachtungsweise des Künstlers ist.

 

Tracklist
1. DO THE TRASH CAN
2. FAKE
3. OVERLOAD
4. TIME 2 BE BAD
5. GHOST
6. BEETLE BOOTS
7. HORNET
8. WILDERNESS
9. LOVE HANDLE
10. I GOT THE HITS
11. ALIEN HUMIDITY
12. CAPE

Nana

Stile: Atmospheric Black Metal, Stoner Rock, Melodic Death Metal, Metal-/Deathcore, russischer Postpunk, Synth-Pop

Bands: Altin Gün, Agar Agar, Boy Harsher, Children of Bodom, Mars Red Sky, John Maus, Lorna Shore, Jonathan Hulten, Myrkur, Molchat Doma, Polyphia

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