Quarter Wolf - Yeah Baby

Quarter Wolf - Yeah Baby
    Punk, Rock N Roll

    Label: Westergaard Records
    VÖ: 07.10.2022
    Bewertung:7/10

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Wenn auf der Verpackung schon steht, dass es skandinavischer Rock N Roll sein soll, weiß man eigentlich schon, dass der Inhalt nicht schlecht sein kann – so viel habe ich nach meinen mittlerweile sechseinhalb Jahren Reviews schreiben gelernt. Auch das norwegisch-australische Punkblues-Garagenrock-Duo QUARTER WOLF enttäuscht mit „Yeah Baby“ in keinster Weise.

Auch wenn ich vorher von QUARTER WOLF noch nichts gehört hatte, so ist mir Sänger und Gitarrist Marius Kromvolls andere Band WHITE TRASH BLUES BAND durchaus geläufig. Gemeinsam mit Paul Daniel (Schlagzeug) hat Marius mit „Yeah Baby“ bereits das dritte Album unter die Plattenregale gemischt. Auf dem Neuling gibt es neun neue Songs und ein FUGAZI Cover zu hören – alles selbstverständlich DIY auf einem Dachboden irgendwo in Oslo aufgenommen. Marius’ Mutter und Bruder haben mit Saxophon und Trompete („Guess Who“) ebenfalls einen Beitrag zum Album leisten dürfen. Das macht wohl den familiären Touch der Scheibe komplett.

Das Ende des Lockdowns scheint etwas Vergleichbares zum Babyboom im Bereich Plattenveröffentlichungen ausgelöst zu haben. Nach ewiger Windstille werden nicht nur ganz schön viele Alben auf einmal veröffentlicht, sondern viele sind auch ein Produkt der Zeit für Kreativität und vielleicht auch ein wenig der Langeweile. Jedenfalls ist „Yeah Baby“ ebenfalls ein Kind des Lockdowns und das auch thematisch („Generation Bore“).

Genau wie auch WHITE TRASH BLUES BAND drücken QUARTER WOLF direkt auf die Tube und liefern eine ordentliche Portion gute Laune. Funky Riffs („Time’s Up“) treffen auf eingängige und energetische Melodien („Guess Who“) und das Album rutscht runter wie Butter („Your Pussycat Is Hooked On Junk“). Am einfachsten kann man „Yeah Baby“ beschreiben als wilden, leicht punkigen Rock N Roll, der möglichst unkompliziert bleiben und auf der Bühne maximal Spaß machen soll.

„Yeah Baby“ (übrigens benannt nach Marius’ Lieblingsspruch auf der Bühne) ist ein spaßiges halbstündiges Album, das genau seinen Zweck erfüllt. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist kein Meilenstein der Musikgeschichte und auch eher schnelllebig, aber das ist auch nicht QUARTER WOLFs Anspruch. Wer also Lust auf ein wenig DIY und wilden Spirit hat und vielleicht auch ein wenig skandinavische Luft schnuppern will, sollte die Platte auf dem Radar haben.

Tracklist:

Time’s Up
Guess Who
Let’s Go North
Your Pussycat Is Hooked On Junk
Last Call At Last Train
Do You Like Me
Hey Dickhead
Outside
Generation Bore
Finite Boogie (Dark Time Blues)

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