Ralf Richter - One Heart





Stil (Spielzeit): Soul/Rock/Funk

Label/Vertrieb (VÖ): Dynamo Records/Locomotive/Soulfood (10.02.2006)

Bewertung: Braucht niemand (3/10)

Eigentlich ist mir RALF RICHTER als Schauspieler ja sympathisch, auch wenn ich nicht so viele Filme/Serien von ihm kenne. Sein Auftritt bei „Bang Boom Bang“ war jedenfalls große Klasse, außerdem habe ich ihn schon ein paar Mal in Leverkusen beim Basketball gesehen, was ebenfalls Pluspunkte gibt. Nur, hier soll es um Musik geben. „One Heart“ entstand, so habe ich es zumindest heraus gelesen, wohl aus Zufall, als Herr Richter beim Hören der Filmmusik zu seinem neuesten Streifen einfach spontan mitsang. Das hat dem Produzenten angeblich so gut gefallen, dass daraus nun eine Soloscheibe entstanden ist. 

Man merkt dem Album deutlich an, dass dies eher ein „Unfall“ als eine von Richter selbst komponierte CD ist, denn der (sehr tiefe und markante) Gesang passt nicht immer wirklich zu den Songs, oftmals klingt es so, als habe RALF RICHTER einfach nur über fertige Musikstücke gesprochen. 

Zwar ist die Stimme von Louis Armstrong oder anderen heiseren Blues-Sängern weit entfernt (auch wenn er Armstrong bei „Wonderful World“ covert), doch auch Richter gehört zu der Spezies, die es nicht schaffen, einen Ton zu treffen, geschweige denn, eine Melodie zu singen. Immerhin werden die Gesangsparts von Frauenchören, bzw. Gospel-Backgroundvocals ergänzt, so dass zumindest auf eine gewisse Balance geachtet wurde. Musikalisch ist das ganze ein Mix aus Soul, Funk, Blues und Rock (inkl. Mundharmonika, Bläser etc.), allerdings für meinen Geschmack ein wenig zu cool und amerikanisch, das mag zwar ehrliche Musik sein, klingt aber trotzdem aufgesetzt und unnatürlich. 

Ich wüsste jetzt keine Zielgruppe, die sich für „One Heart“ von ihrem Geld trennen würde, weshalb ich hoffe, dass Ralf Richter sein Musikprojekt nicht ganz so ernst nimmt und sich in Zukunft wieder auf seinen Hauptjob konzentriert.

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