Riot In The Attic - Those Who Don't Belong Tipp

Riot In The Attic - Those Who Don't Belong
    Stoner Rock, Hard Rock

    Label: Monkey Road Records
    VÖ: 11.11.2022
    Bewertung:8/10

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Jede:r Rezensent:in kennt die Phase Anfang des Jahres, in der erst einmal alle Platten besprochen werden, die noch vom letzten Jahr liegen geblieben sind. „Those Who Don’t Belong“ von RIOT IN THE ATTIC ist eine davon – und warum sie so lange auf meinem Schreibtisch gammeln musste, ist mir nun im Nachhinein ein großes Rätsel.

RIOT IN THE ATTIC kommen aus Köln und haben direkt zu Beginn von Corona ihr allererstes Album „Dawn“ veröffentlicht. Über die lange, lange Pause hinweg hat sich das Trio direkt an sein Zweitwerk „Those Who Don’t Belong“ gesetzt und eine wunderbare „Live-on-Tape“-Aufnahme geboren, die sich in jedem Fall zeigen lässt und nach ganz schön viel Krawall auf dem Dachboden klingt – mein Neid an alle Nachbar:innen.

Den Sound von RIOT IN THE ATTIC auf ein paar Stichworte herunterzubrechen, ist tatsächlich gar nicht so leicht. Auf „Those Who Don’t Belong“ beweist das Dreiergespannt direkt, welch eine Bandbreite es in petto hat. Während der Gesang auf „Sin & Wine“ nach Jonathan Davis (KORN) klingt, nehmen Gitarre und Drums auf „Drag Me Down“ ordentlich an Fahrt auf und kleiden sich in groovigem Rock'N'Roll-Gewand à la MOTÖRHEAD.

Das steht dann wieder ordentlich im Kontrast zum leicht melancholisch angehauchten „Soma (Part I)“, passend zum mysteriösen „Soma (Part II)“, die mir beide unglaublich gut gefallen. Das betonschwere und düstere „All For One“ bringe ich dann wiederum eher mit ALICE IN CHAINS oder QUEENS OF THE STONE AGE in Verbindung. Das Schlusslicht macht das locker-flockige „Wildlife“, das die zuvor ein wenig gedrückte Stimmung auf der Platte wieder hebt.

„Those Who Don’t Belong“ enthält Momente zum Träumen, zum Einfach-mal-die-Sau-rauslassen, Songs, die so schwer sind, dass sie einen in die Knie zwingen und an eine frische Version der alten Lieblingsbands erinnern. Das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber das muss es eben auch nicht.

RIOT IN THE ATTIC bekommen für das stringente Storytelling und den Abwechslungsreichtum auf „Those Who Don’t Belong“ eine Eins mit Sternchen und ich kann mich nicht oft genug dafür verfluchen, in die Platte nicht früher reingehört zu haben. Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als sie in Dauerschleife zu hören und gebannt auf die nächste Scheibe zu warten!

Tracklist:

Sin & Wine
Drag me Down
Soma (Part I)
Wandering Dog
Interlude
...And There was Dust
Soma (Part II)
All For One
Sand & Water
Wildlife

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