Alter Bridge - Blackbird


Review


Stil (Spielzeit): moderner Rock (59:17)
Label/Vertrieb (VÖ): Universal Music (02.11.07)
Bewertung: 9,5/10
Link: http://www.alterbridge.com
„One Day Remains“, das 2004 erschienene Debütalbum der ehemaligen CREED-Musiker Scott Phillips, Brian Marshall und Mark Tremonti plus Sänger Myles Kennedy, war eines der Highlights des Jahres und begeisterte sowohl Kritiker als auch Fans. Mit „Blackbird“ schieben ALTER BRIDGE nun endlich das Zweitwerk nach und können die hohen Erwartungen problemlos erfüllen.

Die erfolgreiche Linie von „One Day Remains“ wird auf „Blackbird“ konsequent fortgeführt, und doch gibt es einige Unterschiede zu entdecken. Neben hart rockenden, groovenden Monstern wie „Ties That Bind“ oder „Come To Life“, wunderbaren Halbballaden der Sorte “Brand New Start“ (sehr reife Leistung von Myles Kennedy) und „Before Tomorrow Comes“ (mit genialem Ende) oder bodenständigen, abwechslungsreichen Rockern wie „Buried Alive“ (mit toller Gitarrenarbeit) und der ersten Single „Rise Today“ gibt es auch Überraschungen wie „Coming Home“ (mit bedrohlichem Beginn und schweren Riffs) oder den achtminütigen Titeltrack zu hören, der ziemlich düster und bitter klingt. Generell sind die 13 Songs auf „Blackbird“ ein wenig kantiger und härter und vor allem dunkler als die des ersten Albums, auch die Texte sind nachdenklicher geworden. Sänger Myles Kennedy spielt erstmals auch Gitarre, und sein Input ist dabei nicht zu überhören. Gitarrist Mark Tremonti zaubert einmal mehr fantastische Riffs, Leads und gefühlvolle und abwechslungsreiche Soli aus dem Hut, und produktionstechnisch ist „Blackbird“ auf allerhöchstem Niveau.

Wie auch schon das Debüt bieten die eingängigen Songs tolle Melodien en masse, und die technischen Leistungen der vier Musiker sind natürlich über jeden Zweifel erhaben.
„Blackbird“ ein fulminantes, modernes Rockalbum geworden, das vielleicht einen winzigen Tick weniger eingängig als „One Day Remains“ ausgefallen, aber trotzdem auf überirdisch hohem Niveau angesiedelt ist und die Konkurrenz vor Neid erblassen lassen dürfte.