Strike Anywhere - In Defiance of Empty Times

strike any

Stil (Spielzeit):
Hardcore/Punk auf Akustik (35:10
Label/Vertrieb (VÖ): Bridge9 / Soulfood (05.10.12)
Bewertung: 5 /10

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Ähnlich wie ihre Labelmates von POLAR BEAR CLUB, bringen jetzt auch STRIKE ANYWHERE ein Live-Akustik-Album heraus. Und genau wie bei PBS lohnt es sich nicht wirklich.

Das liegt zum einen daran, dass nicht alle Hardcoresongs von STRIKE ANYHWERE als Akustik-Tracks funktionieren, und zum anderen an der grausamen Soundqualität bei der Hälfte der Songs. Nur bei der Hälfte? Ja genau, denn hier werden Songs von zwei verschiedenen Abenden zusammengeführt. Einmal vom gleichen Abend in Rochester, an dem auch PBC ihre Platte aufgenommen haben, und einmal von einem Abend in Richmond. Einer der beiden Abende klingt leider wie ein schlechtes Bootleg und ich verstehe in der Tat nicht, wie Bridge9 das als richtiges Release durchgehen lassen kann.

Die Stimme von Sänger Thomas ist natürlich ganz cool, da sie ja bereits im normalen Setting eher rau und heiser klingt – was aber wunderbar zu den melodischen Hardcoresongs mit Punkeinflüssen passt. Auf diesem Output bewegt er sich allerdings auf einer sehr dünnen Linie zwischen „geil" und „oh, das packt er nicht". Ich unterschreibe sofort, dass es klasse gewesen sein muss, an einem dieser Abende dabei gewesen zu sein. Aber auf Platte? Zwar geben sie eine schöne Schaffensschau ab, aber viele der Songs verhungern leider. Oder erreichen zumindest nicht ansatzweise das normale STRIKE ANYWHERE-Niveau. Und es bricht mir beinahe das Herz, einer so guten Band so eine Bewertung zu geben, aber vermutlich hätten die Songs als Video sogar besser funktioniert. So wirkt das leider etwas halbherzig.

Track listing:
SIDE ROCHESTER
1. We Amplify/Blaze
2. Infared
3. Hollywood Cemetery
4. I'm Your Opposite Number
5. Chorus of One
6. Postcards from Home

SIDE RICHMOND
7. Timebomb Generation
8. Orphan Age
9. Prisoner Echoes
10. Extinguish
11. Sunset on 32nd