After All / Ram – The Devil’s Pathway / Sea Of Skulls Split EP

ram the devils pathway sea of skulls

Stil (Spielzeit): Horror-Thrash Metal / Power Metal (15:35)
Label/Vertrieb (VÖ): Metal Coven Records (2006)
Bewertung: Keine Bewertung

Aus dem Hause Metal Coven Records, deren Website Vinyl- und Underground-Liebhaber unbedingt mal anchecken sollten, erreichte mich diese Split-EP mit jeweils zwei Songs der belgischen Band AFTER ALL und den Schweden von RAM, die Power Metal-Fans ein Begriff sein dürften.

Los geht’s bei AFTER ALL mit einem netten Cover von „In The Grip Of Evil“ (CYCLONE; stilecht hat Sänger Guido Gevels die Band im Studio unterstützt), bevor die Band mit „The Devil’s Pathway“ laut Linernotes die Atmosphäre billiger 50er Jahre-Horrorstreifen herauf beschwören wollte, was den Belgiern aber nur bedingt gelungen ist. Zu langsam und schleppend beginnt das Stück, und auch das speedige Ende kann nicht darüber hinweg täuschen, dass „The Devil’s Pathway“ ein nur mäßiger Song ist.
Interessant ist, dass die Band bei den Aufnahmen Mäntel trug, weil es im Studio so kalt war und in dem fensterlosen Raum keinen Kontakt zum Recording Engineer hatte, weshalb die Stücke auf gut Glück eingeprügelt werden mussten.

Die zweite Seite macht mir richtig viel Spaß, denn mit „Sea Of Skulls“ gibt’s einen sehr schönen, schnoddrigen Old School-Song auf die Ohren, der alles bietet, was das Power Metal-Herz begehrt: feine Melodien, tolle Gitarren, die angenehme Stimme von Sänger Oscar Carlquist und eine räudige Produktion. Mit „In League With Satan“ haben die Schweden noch einen Tribut an VENOM aufgenommen, der ebenfalls ziemlich gut klingt.

Alles in allem ist diese auf 520 handnummerierte Split-EP eine nette Sache, wobei sich RAM achtbarer aus der Affäre ziehen als AFTER ALL mit ihrem Horror-artigen, teil schleppenden, teils speedigen/thrashigen Metal.