Crystal Eyes - Dead City Dreaming




Stil (Spielzeit): Klassischer Heavy Metal  (45:17)

Label/Vertrieb (VÖ): Heavy Fedility / Point Music (03.11.06)

Bewertung: 7/10

Link: http://www.crystaleyes.net

Mit ihrem bereits fünften Longplayer “Dead City Dreaming” melden sich die vier Schweden und der eine Dänen von CRYSTAL EYES zurück in der Szene. 
Nachdem die ersten drei Alben noch von Band Mastermind Mikael Dahl in der Doppelfunktion als Sänger und Gitarrist eingespielt wurden, hatte auf dem Vorgänger und vierten Album mit Daniel Heiman zum ersten mal ein „hauptberuflicher“ Sänger den Platz am Mikro für ein kurzes Gastspiel eingenommen. 
Doch die Band wollte eine permanente, und vor allem auch ambitionierte Lösung und verpflichtete nach etlichen Auditions den Dänen Nico Adamsen, der die komplette Band von seinen Fähigkeiten überzeugen konnte und vor allem dem alten Material während der Sessions neues Leben einzuhauchen verstand. 

Mit „Dead City Dreaming“ sind CRYSTAL EYES in der aktuellen Besetzung definitiv härter, aber deswegen nicht weniger melodiös geworden. Neben Mastermind Mikael Dahl und Sänger Nico Adamsen gehören noch Niclas Karlsson an der Gitarre, Claes Wikander am Bass und Stefan Svantesson an den Drums zum Line Up. 
Die zehn Tracks von „Dead City Dreaming“ bewegen sich hauptsächlich im Midtempo Bereich, haben aber trotzdem eine enorme Power, was vor allem an der genialen Gitarrenarbeit und den klaren, aber sehr kräftigen Vocals liegen. 
Im Moment scheint es wieder sehr angesagt zu sein, sich auf klassischen Heavy Metal zu berufen. Wenn er allerdings so frisch und ohne jegliche Staubschicht gespielt wird wie von CRYSTAL EYES, dann kann ich das nur befürworten. Und da sich auch die Produktion, für die sich Fredrik Nordström verantwortlich zeigte, dem Power der Songs ohne Abstriche anpasst, muss man die Scheibe wirklich als äußerst gelungen betrachten. 

Meine Anspieltipps sind „Into The Light“, das wirklich alle klassischen Elemente des Heavy Metal beinhaltet, das sehr stampfende „Wall Of Stars“ sowie das ebenfalls sehr stampfende „The Quest Remains“.
 
Fazit: Sehr frischer Heavy Metal mit allen Anleihen zu den Klassikern dieses Genre. Vor allem der gelungen Gitarrensound und der wirklich tolle Gesang, der dem Songwriting erst richtig Leben einhaucht, lassen dieses Album aus der Masse der Veröffentlichungen herausragen.