Crystal Eyes - Chained


crystal_eyes_-_chained


Stil (Spielzeit): Metal (42:36)
Label/Vertrieb (V.Ö.): Metal Heaven / Soulfood Music (21.12.08)
Bewertung: 7/10
Link: http://www.crystaleyes.net
http://www.myspace.com/crystaleyesfromsweden  

 

CRYSTAL EYES erblickten das Licht der Musikwelt im Jahr 1992, aber es sollte noch sechs Jahre dauern, bis die Band mit ihrem Debüt-Album „World Of Black And Silver" das erste mal von sich Reden machte. Das deutsche Label, bei dem sie dafür unter gekommen waren, veröffentlichte auch noch zwei Jahre später das zweite Album der Band. Die Zusammenarbeit wurde aber wegen erheblicher Differenzen anschließend beendet, und das dritte Album wurde über das schwedische Label Heavy Fidelity veröffentlicht.

Neben den Wechseln der Plattenfirmen kam es auch immer wieder zu Änderungen im Line Up, was die Band aber nicht davon abhielt, konsequent ihren Weg weiter zu gehen. Mit Sänger Nico Adamsen, dem einzigen verbliebenen Gründungsmitglied und Gitarrist Mikael Dahl, Bassist Claes Wikander, Drummer Stefan Svantesson und dem zweiten Gitarristen Paul Pettersson hat sich jetzt aber das Line Up stabilisiert, und für das nunmehr sechste Album „Chained" wurden neun Melodic Metal Tracks geschrieben und eingespielt.

Dabei gehen die Schweden sehr traditionell zur Werke, mischen ihren Sound aus einer Brise HAMMERFALL („The Devil Inside", „Shadow Rider"), ein wenig RUNNING WILD („Waves Of War") und zwei Stückchen FREDOM CALL („Ride The Rainbow", „Lonely Ball Of Fate") zusammen, bleiben aber stets soweit unter der Grenze und packen immer noch genug von ihren eigen Trademarks dazu, um nicht als Plagiat abgestempelt zu werden.
Trotz all dieser Querverweise ist „Chained" ein richtiges Pfund geworden, das neben dem traditionellen Metal im modernen Gewand besonders durch die druckvolle Produktion zu gefallen weiß.

Wer so an Traditionen hängt, darf auch mit der obligatorischen Power Ballade um die Ecke kommen, was CRYSTAL EYES mit „Dying In The Rain" auch sehr anspruchsvoll tun. Der akustische Rausschmeißer „Guardian" erinnert mich dann doch etwas zu sehr an BLIND GUARDIAN, wodurch dieser Song auch bei mir durchs Raster fällt.

Fazit: CRYSTAL EYES machen mit „Chained" keinen Hehl daraus, von welchen Bands sie beeinflusst wurden, bewegen sich aber immer noch gerade so im Rahmen des Erlaubten. Außer bei „Waves Of War", bei dem mir etwas zuviel RUNNING WILD zu hören ist, und dass bezieht sich nicht nur auf das immer wieder im Text vorkommende „Jolly Roger", haben die Schweden ein fettes Stück Stahl geschmiedet, dass bei den Fans der bereits erwähnten Bands, aber auch bei allen anderen Metal Fans mit Sicherheit gut ankommen wird.