Crystallion - A Dark Enchanted Crystal Night




Stil (Spielzeit): Power Metal (58:51)

Label/Vertrieb (VÖ): STF Records (04.12.06)

Bewertung: 7,5/10

Link: http://www.crystallion.net

Die aus Süddeutschland stammende Band CRYSTALLION hat sich dem epischen Power Metal verschrieben, der lyrisch von den Geschichten des mystischen Ordens der Tempelritter aus der der Zeit der Kreuzzüge inspiriert wurde. 
Nach ihrem 5-Track Demo „Knights Of The Apocalypse: …Nemesis“ aus dem Jahre 2005, legen sie jetzt mit „A Dark Enchanted Crytsal Night“ ihren ersten echten Longplayer nach. 

In der Besetzung Patrick Juhasz – Guitar, Manuel Schallinger – Keyboards, Stefan Gimpl – Bass, Martin Herzinger – Drums, Thomas Strübler – Vocals und Manfred G. Stief – Guitar haben sie neun Tracks eingespielt, die sich wirklich hören lassen. 
Der sehr melodische und epische Power Metal der Band hinterlässt einen sehr bleibenden Eindruck, was aber nicht nur auf die tollen Melodien, sondern vor Allem auch auf die sehr starken Vocals von Thomas Strübler zurückzuführen ist, der diese Melodiebögen sehr gekonnt mit seinem Gesang untermalt. 
Nach dem kurzen Intro, das unüblicherweise schon den Titel des Albums trägt, zeigen CRYSTALLION mit „Guardians Of The Sunrise“ sofort, wo bei ihnen der Hammer hängt. Schnelle, sägende Gitarren, Doublebassgewitter und der klare, kräftige Gesang von Thomas sorgen sofort dafür, dass man sich irgendwie „wohl“ fühlt. 
Die Keyboards werden sehr dezent aber äußerst zweckmäßig eingesetzt, was sich übrigens auf alle Songs des Albums bezieht.

 „Visions“ fängt ebenfalls mit einem Killerriff an und schlägt dann im weiteren Verlauf in dieselbe Kerbe wie der Track zuvor. Allerdings werden hier mehr Breaks eingebaut, was sehr für Abwechslung sorgt. 
„Eternia“ beginnt sehr schwermütig und ruhig, und nimmt auch nicht richtig Fahrt auf. Der Song ist eher ein Stampfer, obwohl im Refrain ordentlich aufs Gas getreten wird. Besonders geil ist hier das Gitarren Solo. Genauso wie im nächsten Track, der sich „Crystal Clear“ nennt, und sich mir vor Allem eben wegen dem genialen Solo eingeprägt hat. Hut ab. 
Mit „Tears In The Rain“ und „Dragonheart“ kommen meine absoluten Faves des Albums. Wem sich diese Melodien nicht ins Ohr brennen, ist es selber Schuld. Hier stimmt für mich alles: Melodie, die Riffs, der Rhythmus, der Gesang. Klasse. 
Die gute Laune Nummer „Burning Bridges“ ist zwar ein guter Song, passt aber meiner Meinung nach nicht so ganz ins Gesamtkonzept des Albums. Aber das ist eigentlich egal, solange er nicht qualitativ abfällt. 
Den Abschluss bildet das fast zehn Minuten lange „The Final Revelation“, dass mit einem ziemlich maidenlastigen Gitarreriff beginnt, bevor die Post wieder richtig abgeht. Hier teilt sich Thomas übrigens die Vocals mit dem MEDUSA’S CHILD Sänger D.C. Crow. 

Fazit: Genial gespielter Power Metal, mit sehr epischen Einschlägen, der vor allem von den Melodien und dem Gesang geprägt wird. Abwechselungsreich und kurzweilig, sehr zu empfehlen.