Grendel - Lost Beyond Betrieval




Stil (Spielzeit): Metal (40:27)

Label/Vertrieb (VÖ): Eigenproduktion/ -vertrieb (17.12.06)

Bewertung: 8/10

Link: http://www.grendelband.com

Die finnischen Heavy Metaller von GRENDEL gibt es nun seit 1999, und in dieser Zeit haben sie zwei selbst finanzierte EPs und drei Promo CDs aufgenommen. Unter Mithilfe von Nino Laurenne (Gitarrist und Mastermind von THUNDERSTONE) haben sie jetzt im Sonic Pump Studio ihr erstes komplettes Album eingespielt, wobei sie auf ihr bestes Material zurückgriffen, welches sie im Zeitraum von 2000 bis 2006 geschrieben haben. 

Was einem sofort auffällt, ist der tolle Sound des Albums, den man vielleicht am besten mit den Begriffen „mächtig“ und „wuchtig“ beschreiben kann. Äußerst gelungen. 
Aber auch die neun Tracks an sich, die Mikko Virtanen (vocals), Mika Kivi (guitar), Jussi Kraft (guitar), Juha Terrilä (keyboards), Kari Martikainen (bass) und Jarkko Püpari (drums) komponiert haben, sind mehr als hörenswert. 
Angefangen mit dem stampfenden Opener „Drifting Away“, der auch gitarrentechnisch ein bisschen nach THUNDERSTONE klingt, und bei dem Mikko mal ruhig und klar, und dann wieder wütend und aggressiv singt, über den Nackenbrecher „The Times Of Agnony“, der beim headbangenden Volk keine Wünsche offen lassen dürfte, bis zur wunderschönen, melancholischen Ballade „Something To Remind“ findet man hier alles, was das Heavy Metal Herz begehrt. 
Diesen melancholischen Unterton, den ja so viele finnische Bands draufhaben, ist natürlich auch bei GRENDEL unterschwellig immer zu hören. „Tears & Sorrow“, „Fall From The Top“ und „In The End“ tun sich da besonders hervor, und die Melancholie ist nicht nur unterschwellig zu hören, sondern prägt diese Songs ganz bewusst. 

GRENDEL mit anderen Bands zu vergleicht würde ihnen nicht so wirklich gerecht werden, da sie sehr eigenständig klingen. Um aber ungefähr zu verdeutlichen, auf was man sich einlässt, kann ein Querverweis zu eben THUNDERSTONE oder NOCTURNAL RITES nicht falsch sein. 
Aber GRENDEL sind wirklich mehr, und wenn da nichts dazwischen kommt, sollten sie ihren Weg nach oben eigentlich schneller finden, als der altbekannte Furz in der Badewanne.
Auf ihrer sehr informativen Homepage kann man sich darüber hinaus auch noch einige Songs anhören, und das Video zu dem Song „Dedication“ herunterladen. Ein Besuch auf dieser Website lohnt sich also auch, um sich mit der Band ein wenig vertrauter zu machen. 

Fazit: Freunden des melodiösen Heavy Metal kann ich dieses Album nur allerwärmstens empfehlen. Bands, die so sich dermaßen aus der Masse hervorheben muss man einfach unterstützen. All thumbs up!