Impellitteri - Wicked Maiden


impellitteri_-_wicked_maiden

Stil (Spielzeit): Heavy Metal (43:19)
Label/Vertrieb (V.Ö.): Metal Heaven / Soulfood Music (24.04.09)
Bewertung: 6,5/10

 

Link: http://www.myspace.com/impellitteriofficialsite  

 

Chris Impellitteri hat vielleicht nicht den Bekanntheitsgrad eines YNGWIE MALMSTEEN, aber trotzdem kann sein Name ohne Probleme in einem Atemzug mit dem schwedischen Saitenhexer und auch anderen Virtuosen an der Gitarre genannt werden.
Von den mittlerweile schon neuen Alben, die er unter seinem Namen mit der Band eingespielt hat, wurden immerhin über 1.000.000 Einheiten an den Mann und die Frau gebracht, wobei ihn vor allem die Fans in Japan fast wie einen Gott verehren.

Zusammen mit Bassist James Pulli, Drummer Brandon Wild und Rob Rock am Mikro wurden jetzt zehn neue Tracks unter dem Titel „Wicked Maiden" eingespielt. Von der ersten Note, die zu Papier gebracht wurde, bis zum vollständigen Mix der Scheibe hat sich Chris Impellitteri ganze drei Jahre Zeit gelassen, was auch erklärt, warum er für die Aufnahmen durch etliche Studios in den USA tingelte.

Wer jetzt erwartet, dass Chris Impellitteri einen Stilwechsel vollzogen haben könnte, den kann ich direkt beruhigen, denn auch bei diesem Album legt der Gitarrist und Songwriter sein Augenmerk auf pfeilschnelle, vertrackte Soli, die gepaart sind mit fetten Riffs und eingängigen Melodien. Und für solche Kombinationen ist natürlich ein Sänger wie Rob Rock gerade zu prädestiniert, der mit seinem Power-Organ für ein nötiges Gleichgewicht sorgt.

Neben den mehr stampfenden Nummern wie dem Opener „Wicked Maiden", „Garden Of Eden", „The Vision" oder auch „Eyes Of An Angel", die eigentlich das Herzstück des Albums ausmachen, wird bei „Last Of A Dying Breed", „Weapons Of Mass Distortion" oder „Wonderfull Life" auch ordentlich Gas gegeben, allerdings auch hier ohne die besagten Melodiebögen aus den Augen und Ohren zu verlieren.
Der kleine Haken an dem Album ist meiner Meinung nach der, dass es auch vor zehn oder fünfzehn Jahren hätte veröffentlicht werden können. Traditionalisten wie mir dürfte das relativ egal sein, für alle anderen klingt „Wicked Maiden" vielleicht doch ein bisschen antiquiert. Soundtechnisch sind die Song aber trotzdem absolut auf Augenhöhe mit dem, was zurzeit den Ton abgibt.


Anspieltipps sind für mich das wuchtige „Holyman", dass durch die eingestreuten Pianoklänge trotz seiner Power fast schon etwas verspielt klingt, sowie dem tollen Headbanger „The Battle Rages On".

Fazit: Heavy Metal der alten Schule, mit einem überragenden Gitarristen, der wie man immer so schön sagt sein Können ganz in den Dienst der Sache stellt, und das Album nicht als reine Plattform der Selbstdarstellung missbraucht. Rob Rock hab ich auf seinen letzten Soloalben auch schon besser singen hören, aber selbst mit einer etwas schwächeren Leistung steckt er immer noch die meisten anderen Shouter des Genre locker in die Tasche.