Aborted - The Archaic Abattoir



Stil (Spielzeit):
DeathGore (36:31)
Label/Vertrieb (VÖ): Listenable Records/Soulfood (25.04.05)
Bewertung: 10/10

Link: www.goremageddon.be

Unglaublich. Dass ABORTED sich von Album zu Album gesteigert haben, sollte bekannt sein - dass sie mit „The Archaic Abattoir" ihr bisheriges Werk krönen und sich gleichsam mit an die Spitze des Death Metal katapultieren, hat man so aber nicht erwarten können. 
Regelrecht vielschichtig sind sie geworden, die Belgier, die einst mit Grindgelöte wesentlich profaner zu Werke gingen als mit dem heuer angestimmten technisch-packenden Death Metal, dem man die Rumpel-Vergangenheit zu meiner großen Freude jedoch immer noch stark anhört. Intelligente Songbauten, die zwischen anbetungswürdigen Blastattacken immer wieder packende Grooves, Töne der amerikanisch-klassischen Todesgitarrenschule und umwerfende Slow-Mosh-Parts offenbaren, bestimmen das Bild. Die Band klingt regelrecht besonnen, hier wird nicht geprügelt um des Prügelns Willen, sondern alles hat Hand und Fuß, macht Sinn und lässt im Wechsel zwischen Grunts, Growls und Screams Genie blitzen. Hört Euch nur den Song „The Gangrenous Epitaph" an, der alle neuen Stärken vereint: Höllenrhythmik, ungeahnt atmosphärisches Riffing nebst fulminantem Geballer, pfeilschnelle Schlagzeugwirbel, brutale Aggression, schneidende Gitarrenlicks und auch in Bezug auf Tempo und Gesang Abwechslung, wie man sie sich innerhalb von knapp dreieinhalb Minuten nur wünschen kann. 

Produzent Tue Madsen hat sein Schärflein dazu beigetragen und dem Quintett einen organischen Sound beschert, von dem insbesondere das tight und warm klingende Schlagzeug und die crispen Gitarren profitieren. Fortschritt auf der ganzen Linie, ohne die Wurzeln auszureißen und vorhersehbar zu werden - Höchstpunktzahl für dieses unglaubliche Album!