Wendigo - Wasteland Stories

Wendigo - Wasteland Stories

Angefangen haben die Norddeutschen WENDIGO als Coverband. Ich vermute, dass sie neben Stoner Rock auch ZZ TOP im Programm hatten, denn einen Hang zu den drei Bluesbrüdern aus Texas hört man auf dem Albumdebüt „Wasteland Stories“ deutlich.

WENDIGO: Zwischen Blues Rock, Stoner, Sludge und Metal

Da wäre zum einen die Stimmlage von Sänger Jörg Theilen, die der von Billy Gibbons recht ähnlich ist. Zum anderen halten WENDIGO ihre Songs gern in einem bluesigen Shuffle. Andererseits machen sie dann doch sehr viel mehr Dampf – der Gitarrensound klingt nach Stoner mit Tendenz zum Sludge. Bei einigen Songs blicken WENDIGO über den Tellerrand und geben ihren Riffs und Hooks eine gewisse Metalkante mit. Thematisch geht es auf „Wasteland Stories“ um Einsamkeit und Einöde – ein loses Konzept hält die neun Songs zusammen.

"Wasteland Stories" krankt nicht nur am Sound

So viel zum halbwegs objektiv beschreibbaren Rahmen. Doch wie mitreißend setzen WENDIGO ihre Vision auf dem Debütalbum um? Nun, „Wasteland Stories“ krankt an zwei Dingen: Der überwiegende Teil der Songs folgt sattsam bekannten Mustern und wartet mit keinerlei Überraschungen außerhalb des Bluesrock- und Stoner-Baukastens auf. Als Ausnahme sei das metallische „Iron Brew“ genannt. Und: Ausgerechnet der im Stoner so maßgebliche Drumsound ist matt und dumpf, was den Spaß an der Platte weiter schmälert. So ist „Wasteland Stories“ eine sympathische Scheibe, die aber spätestens nach ein paar Durchläufen im Regal bleiben wird.

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