Hellyeah - Stampede

hellyeah-stampede

Stil (Spielzeit):
Southern Heavy Rock / Groove Metal (41:27)
Label/Vertrieb (VÖ):
Spinefarm/Universal (29.06.10)
Bewertung:
7/10

Links:
www.hellyeahband.com
http://www.myspace.com/hellyeah
 

HELLYEAH stehen mit ihrem zweiten Album „Stampede“ in den Startlöchern, und wie schon beim Debüt vor drei Jahren gilt: Fans von erdig groovendem Südstaaten-Metal werden ihre Freude haben, Überraschungen gibt’s aber keine.

Der einst als „Supergroup“ betitelte Fünfer um MUDVAYNE-Sänger Chad Grey und Ex-PANTERA Drummer Vinnie Paul zockt sich cool und recht geradlinig durch 11 Songs, die alle mehr oder weniger an Chads Hauptformation erinnern. Leider ist der Fronter stimmlich nicht immer auf der Höhe, sodass melodische Gesangspassagen hin und wieder in die Hose gehen und nur Dank der kraftvoll und dynamisch aufspielenden Instrumentenfraktion kein Song abkackt. Titel wie die jeweils mit einem tollen Chrous ausgestatteten Stampfer „Alive And Well“ sowie „Order The Sun“ oder das spannungsvolle „Stand And Walk Away“ wären mit einem variableren Sänger jedoch noch eine ganze Ecke stärker geworden.
„Hell Of A Time“, ein mit Slide-Gitarre eingespielter Country-Rocker, verbreitet Partylaune in bester KID ROCK -Manier, mit „Better Man“ gibt’s die obligatorische Halbballade, die leider mit ausgelutschen Akkordfolgen nervt. Der schnörkellose Titeltrack „Stampede“ geht dafür schön dreckig in die Vollen und animiert gleichsam zum Moshen und Hüpfen, und „It’s On“ erinnert angenehm an die alten PANTERA-Tage Vinnie Pauls.

Bis auf den Umstand, dass am Bass Jerry Montano durch DAMAGEPLANs Bob Zilla ersetzt wurde, hat sich nichts Gravierendes im Lager HELLYEAH verändert. Spaß macht der Fünfer nach wie vor, und auch wenn die Scheibe ihre Schwächen hat, triumphiert am Ende das überwiegend gute Songwriting über Makel im Detail.