A Pale Horse Named Death - And Hell Will Follow Me

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Stil (Spielzeit): Metal / Alternative (54:11)
Label/Vertrieb (VÖ): Steamhammer / SPV (17.6.2011)
Bewertung: 6/10

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Interessante Besetzung: A PALE HORSE NAMED DEATH ist das Baby von Sal Abruscato (Type 0 Negative-Mitbegründer) und Matt Brown, Gitarrist von Seventh Void.  Live machen Bobby Hambel von Biohazard und Johnny Kelly (T0N-Drummer) mit, und Keith Caputo hat ein paar Background-Vocals abgeliefert. Krasse Brooklyn-Connection also.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen, zumal Titel, Cover und Songtitel Düsterstes versprechen. Das ist dann schon mal nicht der Fall: Statt doomigstem Depri-Shit spielt die Allstar-Combo ziemlich Alice In Chains-lastiges Zeug, das zwar nicht gerade von überbordender Lebensfreude geprägt ist, aber eher die (zähen) Riffs statt der Gefühle in den Vordergrund stellt. Oft ist der Type 0-Faktor überdeutlich (zum Beispiel „Cracks in the Wall“, "Meet the Wolf"). Der Gesang ist passend dazu ziemlich dunkel, dabei aber auch rockig-nölig mit Grunge-Faktor.

Das ist alles ganz nett anzuhören, aber auf Dauer etwas öde. Die ganze Scheibe läuft durch, ohne dass irgendein Riff, eine Melodie oder Songstruktur großartig hängen bleibt. Denn den Mut zum Bruch, den viele Type 0-Kompositionen so groß- und einzigartig machten, bringen A PALE HORSE NAMED DEATH leider nicht auf. So bleibt eine nette, aber irgendwie unbefriedigende Scheibe.