Pro-Pain - Voice Of Rebellion

Pro-Pain - Voice Of Rebellion
    Hardcore / Metal

    Label: Steamhammer / SPV
    VÖ: 19.06.2015
    Bewertung:7/10

    Pro-Pain Homepage


PRO-PAIN geht immer, auch wenn die New Yorker kaum noch überraschen. Dafür liefert Frontmeister Gary Meskil alle ein bis zwei Jahre ein solides Album ab: Mal eher metal-lastig, dann wieder hardcore-orientierter, technisch stets über jeden Zweifel erhaben und immer mit so viel Leidenschaft in den Backen, dass auch die alten Fans am Ball bleiben. „Voice Of Rebellion" reiht sich hier als Album Nummer 15 nahtlos ein und zementiert erneut den Status von PRO-PAIN als MOTÖRHEAD des Hardcore-Metals ...

... wobei mir in dieser Hinsicht BOLT THROWER aka „Wir-nehmen-erst-ein-neues-Album-auf-wenn-wir-das-letzte-toppen-können" lieber wären. Mit dieser Einstellung wäre jedoch vermutlich bereits 2004 nach dem grandiosen „Fistful Of Hate" Schluss gewesen.
Doch blicken wir auf Album Nummer 15, das beileibe nicht schlechter klingt als die meisten seiner Vorgänger – nur eben auch nicht besser.

Fakt ist: Mit seinen druckvollen Trademark-Riffs, schnieken Metalsoli, dem für dieses Genre erstaunlich abwechslungsreichen Drumming und der PRO-PAIN eigenen Extrakelle Aggression bleibt der metallische Hardcore der NYC-Truppe auch 2015 konkurrenzfähig. Ihre gesellschaftspolitischen Kommentare präsentieren Gary & Co. dem Hörer gewohnt per Vorschlaghammer, auf „Voice Of Rebellion" wieder etwas härter und hardcore-orientierter als beim Vorgänger.

So zeigen Songs wie der packende, bandtypische Titeltrack, das hardcore-punkige „Take It To The Grave" oder der groovige Nackenbrecher „Age Of Disgust" das typische PRO-PAIN-Spektrum, für das (nach Meskils vorherigem Alleingang) in Sachen Songwriting wieder die gesamte Band verantwortlich ist. „No Fly Zone" klingt zudem mit Polizeisirenen-Intro extrem oldschool und erinnert mich an alte BODY COUNT und die 90er, in denen PRO-PAIN meiner Meinung nach am stärksten waren ...

Was übrigens auch für die Covergestaltung gilt, die sich seit einigen Jahren immer wieder als plakativer Griff ins Klo erweist: Pitbull auf 'ner US Army Erkennungsmarke vor star-spangled Banner und Gary „Redneck" Meskil in Schrei-Pose von rechts ... ächz. Davon mal abgesehen zeigt „Voice Of Rebellion" handwerklich keine Schwächen und verkürzt die Wartezeit bis Album Nummer 16 mit In-die-Fresse-Kost, die gut abgeht und nach wie vor viel Spaß macht.

Pro-Pain Band 2015