Robert Pehrssons Humbucker - s/t

Robert Pehrssons Humbucker - s/t
    Classic Rock

    Label: High Roller Records/Soulfood
    VÖ: 08.11.2013
    Bewertung:7/10

    Website


Die Liste an Bands und Projekten, für die der schwedische Gitarrist Robert Pehrsson bereits aktiv war, ist lang: IMPERIAL STATE ELECTRIC, DEATH BREATH, THUNDER EXPRESS, RUNEMAGICK und NECRONAUT sind nur einige Stationen auf dem bisherigen Weg des Sechssaiters. Wer den 38-Jährigen trotzdem noch nicht kennt, könnte den Namen nach dem Genuss der selbstbetitelten Scheibe von ROBERT PEHRSSON’S HUMBUCKER in Erinnerung behalten. Denn mit seinem ersten richtigen Solowerk liefert Pehrsson ein überdurchschnittlich gutes, wenn auch nicht perfektes Stück Classic Rock ab.

Das musikalische Umfeld Pehrssons, dem u.a. auch Nicke Anderson und Robert Eriksson (ex-THE HELLACOPTERS) angehören, lässt erahnen, wie es auf dieser Scheibe zugeht. Verbeugungen vor KISS oder THIN LIZZY geben sich die Klinke in die Hand, die Hooklines sind tief in den 70ern und 80ern verwurzelt. Das Gitarrenspiel Pehrssons ist gut, der warme, niemals übertrieben hohe Gesang solide, die Produktion sympathisch unaufdringlich und differenziert. Vocals, Gitarren, Drums und Bass sind gleichberechtigt nebeneinander zu hören, schöne Gitarrenleads wechseln sich mit treibenden Riffs ab, oft untermalt von Akustikgitarren.

Besonders gut klingen der Opener “Haunt My Mind”, der tanzbare Midtempo-Track “Can’t Change” mit ausladenden Soli und Orgel-Einsatz, das treibende, melodische “Wasted Time” und der tolle Ohrwurm “Running For Shelter”, der etwas an BLUE ÖYSTER CULTs “Don’t Fear The Reaper” erinnert. Am Ende der letztgenannten Nummer merkt man, dass Pehrsson kein perfekter Sänger ist und seine Stimme bricht, solche Momente sind jedoch die Ausnahme. Allerdings ist nicht jeder Song ein Treffer, und bei einer Gesamtspielzeit von gerade mal einer halben Stunde fallen höchst durchschnittliche Songs wie "Mesmerizing Shadows" deutlicher auf als bei einem Werk mit doppelter Spielzeit.

Zusammen mit Musikern wie den schon erwähnten Andersson und Erksson, Peter Stjärnvind (NIFELHEIM), Joseph Toll (ENFORCER) oder Olle Dahlstedt (ENTOMBED) eingespielt, ist ROBERT PEHRSSON’S HUMBUCKER definitiv ein hörenswertes Debüt gelungen, das für Fans der HELLACOPTERS oder 80er Helden einen Pflichtkauf darstellt. Das perfekte Classic Rock-Album, das die Musikpresse teilweise sieht, ist diese Scheibe aber nicht unbedingt.
Chrischi

Musik ist immer da. Sie ist ein Geschenk und wird nie vergehen. Sie ist Seelentröster, Stimmungsmacher, Runterbringer, Frustbewältigung, Freiheit und Gefühl. Und weil sie oft genug so unfassbar geil ist, sollten wir drüber reden. 

Stile: Metal und (Hard) Rock in allen möglichen Facetten – von knüppelhart über symphonisch bis vertrackt und balladesk.

Bands: Metallica, Iron Maiden, Bruce Dickinson, Blind Guardian, Avantasia, Helloween, Nightwish, Ayreon, Dream Theater, Lorna Shore, Wintersun, Opeth, Foo Fighters, Pearl Jam, Linkin Park, Motörhead, AC/DC, Rammstein, Armored Saint, Night Demon, Hans Zimmer und so verflucht viele mehr ...

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