Geschrieben von Freitag, 14 Mai 2010 00:20

Glyder - Interview mit der Band zu "Yesterday, Today And Tomorrow"

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Die irischen Hard Rocker GLYDER haben gerade ihren dritten Longplayer veröffentlicht, zwischenzeitlich eine EP namens „Weather The Storm" auf den Markt gebracht und ganz nebenbei den METALLICA Gig in Dublin eröffnet. Wenn dann auch noch ein Deal mit SPV herausspringt, sollte man bei den sympathischen Jungens aus den Wicklow Mountains mal mit ein paar Fragen auf der Matte stehen. Die Gitarristen Pete Fisher (rechts), Bat Kinane (vorne) und Drummer Davy Ryan (2. von rechts) standen Rede und Antwort.

Hi Pete, Hi Davy, Hi Bat. Zuerst einmal möchte ich euch zu eurem dritten Album „Yesterday, Today And Tomorrow", welches am 23. April veröffentlicht wurde, gratulieren. Wir immer habt ihr eine grandiose Arbeit abgeliefert und erneut einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Allerdings sind seit unserem letzten Gespräch einige Dinge im GLYDER Lager passiert. Zuerst einmal seid ihr bei SPV untergekommen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Pete: Wie bei unseren ersten beiden Alben auch haben wir den Leuten von SPV einige Tracks zugeschickt, um zu sehen, ob sie etwas mit uns anfangen können. Und wie du siehst, beim dritten Versuch hatten wir endlich Glück. Wir standen schon seit fast einem Jahr mit ihnen in Kontakt, bevor wir die Zusammenarbeit unter Dach und Fach bringen und die Neuigkeit endlich veröffentlichen konnten. Es mussten viele Details geklärt werden, bevor wir den Ball endlich ins Rollen bringen konnten.

Ihr hatten das Album ja schon einige Monate im Kasten und habt euch entschieden, es nicht in Eigenregie zu veröffentlichen, sondern zu warten, bis ihr ein starkes Label inkl. Vertrieb im Rücken habt. War das nicht hart zu wissen, dass ihr so tolle Songs in der Hinterhand habt, die ihr nicht unter die Leute bringen konntet?

Pete: Klar war das hart. Wir hatten das Album ja fast ein Jahr vor der Veröffentlichung fertig, und es war sehr schwer, weiter nach vorne zu gehen ohne die neuen Songs wirklich nutzen zu können.

Wart ihr mit den ersten Reviews und Kritiken zufrieden, die bei euch eingelaufen sind?

Pete: Die ersten Reviews kamen aus Deutschland, und wir mussten sie uns erst über Google Translate übersetzen. Auch wenn die Übersetzung nicht ganz Wort für Wort rüberkam, waren die Resonanzen doch durchweg positiv, und wirklich negative Kommentare waren gar nicht dabei. Die Leute scheinen das Album also zu mögen, was uns natürlich sehr freut.

Wann habt ihr angefangen, die Songs für „Yesterday, Today And Tomorrow" zu schreiben?

Pete: Wir haben losgelegt, als wir im November 2008 von unserem Trip nach Indien zurückgekommen sind.

Habt ihr dabei an eurer bewährten Vorgehensweise festgehalten, dass Tony und Bat den Großteil der Songs geschrieben haben, oder habt ihr etwas daran geändert?

Pete: Warum sollten wir etwas ändern, was so gut funktioniert? Tony und Bat haben den größten Teil der Songs bei sich zu Hause geschrieben, also sozusagen das Rückgrat des Albums. Im Proberaum haben wir dann alle zusammen an den Songs gefeilt, bis wir der Meinung waren, dass es besser nicht mehr geht. Das ist die Formel, die bei uns immer funktioniert.

Der Sound des Albums ist sehr authentisch und klingt fast wie live eingespielt. In der Vergangenheit, zum Beispiel beim Vorgänger „Playground For Life", habt ihr mit Produzentenlegende Chris Tsangaridis zusammen gearbeitet. War er bei „Yesterday, Today And Tomorrow" erneut involviert?

Pete: Nein, Chris war diesmal nicht mit dabei. Wir haben die Scheibe in Dublin in den Bluebird Studios aufgenommen, und wir haben während der Recordings mit Declan Lonergan zusammen gearbeitet. Gemischt wurde die Scheibe dann von Peter Brander in Kopenhagen, der damit für den von dir beschriebenen Sound maßgeblich verantwortlich war.

Was steht hinter dem Albumtitel „Yesterday, Today And Tomorrow"?

Bat: Es geht logischerweise um die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, und wie uns diese Dinge als Menschen und auch als Musiker beeinflussen. Im Text des Titeltracks geht es um unsere Eltern und Großeltern und um Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Genau so, wie wir als Band die Traditionen von zum Beispiel Rory Gallagher und Thin Lizzy aufgreifen und versuchen, mit unserer Musik weiter am Leben zu halten. Das ist ein Grund, warum ich angefangen habe, Musik zu machen. Ich möchte einfach nicht, dass diese Sounds aussterben. Und offensichtlich passen diese alten Sounds gut zu unserem eigenen Stil. Wenn ich ehrlich bin, finde ich, dass viele Bands heutzutage einfach versuchen, zu perfekt und zu glatt zu klingen. Das ist steril und klingt oft wie in einem Labor kreiert. Musik muss für mich immer organisch bleiben, und der einzige Weg, das zu erreichen, ist es, wie die Bands damals bei den Aufnahmen vorzugehen. Klar kann man auch moderne Geräte und Technologien benutzen, aber man sollte es damit nicht übertreiben.

Am 17. April habt ihr im „The Village" in Dublin euer neues Album live vorgestellt. Leider konnte ich dieses Mal nicht dabei sein, weil aufgrund der Aschewolke über Europa alle deutschen Flughäfen geschlossen waren. Erzähl doch mal, ob alles so geklappt hat, wie ihr es euch vorgestellt habt.

Bat: Der Auftritt verlief prima. Wir haben das neue Album komplett durchgespielt, danach eine kurze Pause eingelegt um anschließend noch die Songs von den ersten beiden Alben zu spielen, die die Leute hören wollten. Dein Schicksal hat übrigens viele Leute zum Beispiel aus dem UK ereilt, die eigentlich kommen wollten und dann an ihren Airports fest hingen. Das war ziemlich schade, aber trotzdem können wir den Launch-Gig als Erfolg werten.

Bat, bitte geh doch mal Track by Track auf das neue Album ein.

THAT LINE: Der Song beginnt mit dem Chorus, den ich - wenn ich mich richtig erinnere - während eines Soundchecks bei der Y&T Tour geschrieben habe. Ich habe eine sehr rohe Demo davon aufgenommen, die Tony dann mit nach Hause genommen und weiter verarbeitet hat. Ich mag den Song sehr gerne, er ist voller Energie. Textlich geht es um eine sehr persönliche Situation in Tonys Leben, daher kann ich den Inhalt jetzt nicht so gut kommentieren. Petes Solo finde ich ebenfalls klasse, da es sehr melodisch ist.

KNOCKOUT: Der Song ist komplett von mir. Ich habe zuerst die Musik komponiert und mich dann um die Lyrics gekümmert. Es geht ziemlich punchy los, aber nacher nehmen wir etwas Geschwindigkeit heraus. Hier geht es um „The Rumble In The Jungle", den Kampf zwischen Ali und Foreman. Tony hat ein paar Textpassagen angepasst, und das war's schon. Ich mag den Songs sehr, und es ist einer von diesen, bei denen ich beim Komponieren schon irgendwie aufgeregt war.

JACK STRONG: Auch ein Song, den ich geschrieben habe. Die Idee dazu kam mir in Nashville, als ich mit meiner Frau in den Flitterwochen dort war. Da war eine Bar, in der wir immer ein paar Bierchen getrunken haben, und da ist mir diese fiktive Geschichte eingefallen. Durch das Honky Tonk Klavier das dort stand, bin ich inspiriert worden, ein paar Country Blues Elemente zu verwenden. Ich liebe es, manchmal etwas exotisch zu klingen und für einige Minuten vom gewohnten Thema abzuweichen. Ungefähr wie eine gute Soße auf einem Stück Fleisch.

INNOCENT EYES: Ein ganz besonderer Song, weil es Davys erster kompletter Song für GLYDER ist. Gewöhnlich ist er eher für die Arrangements und die Dynamik zuständig, aber hier stammt alles aus seiner Feder. Und er hat einen tollen Job gemacht. Vielleicht nicht das, was du jetzt von GLYDER erwartet hättest, aber es ist wirklich ein toller Song. Davy hat dazu wirklich Talent, denn er hat schon für unser viertes Album ein paar Songs verfasst. Textlich bin ich mir nicht ganz so sicher, weil Davy sich sehr viel mit philosophischen Dingen beschäftigt. Am besten fragst du ihn nachher mal selber.

MAKE A CHANGE: Den Song haben Pete und Tony zusammen geschrieben, er ist sehr livetauglich und ebenfalls voller Energie. Ich mag das Riff in dem Song. In dem Text geht es um Tonys Frustration, in einer Rock Band zu spielen und die Angst davor Gefahr zu laufen, nicht weiter zu kommen und auf der Stelle zu treten.

BACK TO THE WATER: Den Song hat Tony geschrieben, und er verarbeitet darin ein paar seiner Kindheitserinnerungen, was dem Song eine sehr nostalgische Note verpasst. Musikalisch erinnert mich der Titel etwas an THE WHO. Es sind ein paar Textpassagen enthalten, die sehr heftig nach 60er Jahre Vibes klingen. Ein Song, der mir von mal zu mal besser gefällt.

THE BITTER END: Diesen Song habe ich über einen Jungen geschrieben, mit dem ich aufgewachsen bin, und der an den Folgen des Drogenkonsums gestorben ist. Ziemlich schwermütig für GLYDER Verhältnisse, und nicht unbedingt das, was die Leute von uns erwarten. Pete spielt erneut ein tolles Solo. Der Song ist nicht gerade ein Live-Knaller, aber er ist definitiv ein weiteres Kapitel in der GLYDER Geschichte.

ONE OF US: Den Song habe ich komplett geschrieben, aber irgendwie war die Melodie sehr seltsam und hätte gut zu einem Soulsänger gepasst, eher weniger zu uns. Daraufhin hat Tony den Song vom Verse und vom Text her überarbeitet. Ansonsten haben wir ihn im Originalzustand belassen. Ungewöhnlich für GLYDER ist, dass wir ein tiefes D-Tuning verwenden, aber das passt super zum Song und gibt ihm einen unglaublichen Groove. Ich glaube, der Song wird live verdammt gut kommen. Es geht textlich mal wieder um eine Geschichte aus Tony Leben, also sorry, dass ich das nicht näher kommentieren kann.

ALWAYS A LOSER: Größtenteils von mir geschrieben. Pete hat die Riffs für die Übergänge beigesteuert. Die erste Strophe habe ich geschrieben, die zweite stammt von Tony. Der Sound ist sehr groovig und melodisch, aber meiner Meinung nach nicht einer der stärksten Tracks auf dem Album. Textlich geht es darum, dass man sich eben oft einfach als „der Loser" fühlt. Zum Beispiel du spielst einen Hammer Gig mit deiner Band, und hinterher wird ordentlich gefeiert, aber du kannst nicht mittrinken, weil du diesmal mit Fahren zum nächsten Gig dran bist. Eben solche oder ähnliche Situationen. Ich denke, solche Phasen hat jeder schon mal in seinem Leben gehabt, wo man einfach ständig denkt, man zieht immer den kürzesten Strohhalm. Die letzte Strophe hat Tony dann geschrieben, weil ich den Song nicht fertig hatte, als wir ihn aufnehmen wollten. Ich denke, es geht um seine Interpretation von John, dem fiktiven Charakter des Songs.

YESTERDAY, TODAY AND TOMORROW: Den Song habe ich geschrieben, und ich habe dir ja schon vorhin einiges dazu gesagt. Ich bin sehr stolz auf diesen Track, von der musikalischen wie von der textlichen Seite. Er hat ein bisschen was von den BEATLES, BLACK SABBATH, THE BAND oder THIN LIZZY und ist daher sehr abwechslungsreich. Dave Mineketti auf diesem Song mit einem Solo zu haben war einfach fantastisch, zumal der Titel ja auch in direkter Verbindung zu seiner Band Y&T steht und eigentlich die Saat darstellt, aus der dieser Track gewachsen ist.

TIME TO FLY: Der Song ist aus der Idee mit der Bonus CD entstanden und ist Teil eines über 20 Minuten langen Stückes, das eigentlich darauf veröffentlicht werden sollte. Leider ging uns das Geld aus, und wir mussten die Idee verwerfen. Ich habe dieses Stück während der Tour mit FISH geschrieben, und es ist ein wenig progressiv ausgefallen. Den Rest habe ich später geschrieben und Ideen verabeitet, die teilweise schon zehn Jahre alt sind. Eigentlich hieß der Song „One In A Million White Crosses", und mittlerweile denke ich, ich hätte ihn auch so betiteln sollen. Der Sound klingt teilweise sehr keltisch, und textlich ging es um einen Mann, der seine schwangere Frau verlässt, um im ersten Weltkrieg zu kämpfen. Er stirbt an dem Tag, an dem sein Sohn geboren wird. Dieser stirbt dann im 2. Weltkrieg, was seine Mutter letztendlich in den Wahnsinn treibt. Als sie später sein Grab besuchen will, sieht sie tausende von weißen Kreuzen, von denen jedes zu ihrem Sohn oder ihrem Mann gehören könnte. Ich denke, wir dürfen niemals den Schrecken vergessen, den Kriege auslösen, und wir müssen alles dafür tun, dass so etwas nie wieder passiert. Das war die ursprüngliche Idee. Jetzt geht es darum, eigentlich immer seinen Träumen zu folgen und stets positiv zu denken. Das ist nicht immer leicht, das weiß ich, aber ich versuche es trotzdem.

ALL YOU'VE DONE: Ein weiteres Überbleibsel aus der Bonus-Geschichte. Text und Musik sind von Pete, der beweist, dass er beides verdammt gut kann. Übrigens seine ersten Lyrics für einen GLYDER Song. Pete steht sehr auf RUSH, und ein bisschen kommen diese Vibes auch durch. Textlich geht es um Menschen wie zum Beispiel Krankenschwestern, die die ganzen Schmerzen anderer Menschen ertragen und es als Erfüllung in ihrem Leben ansehen, anderen Menschen zu helfen.

ELVERSTOWN (Instrumental): Auch von Pete. Das Stück erinnert mich an Ennio Morricone und könnte auch gut als Soundtrack in einem Clint Eastwood Western passen. Ich liebe diesen kurzen Track, und wir werden ihn in Zukunft tatsächlich auch als Intro für unsere Livegigs verwenden.

Bat, mittlerweile seid ihr auch bekannt dafür, dass ihr immer sehr kreative Albumcover verwendet. In der Vergangenheit hat Mark Wilkinson eure Alben „verpackt", so zum Beispiel  „Playground For Life" und die EP „Weather The Storm". War er diesmal auch verantwortlich für das Cover, und wie zufrieden bist du mit dem Ergebnis?

Bat: Ja, wir haben erneut mit Mark Wilkinson gearbeitet und ich liebe das Ergebnis. Mark trifft immer genau den Punkt, auf den es uns bei den Covern ankommt. Alles, was wir versuchen musikalisch auszudrücken, bekommt für ihn noch eine tiefere Bedeutung. Mark ist definitiv der Künstler, der am besten unsere Vibes trifft.

Zum Titeltrack „Yesterday, Today And Tomorrow" existiert ein Video, dass ihr auch auf eurer offiziellen Homepage hochgeladen habt. Wer hat die tollen, sehr atmosphärischen Aufnahmen zu diesem Video gemacht?

Davy: Bat hat diese Videoaufnahmen in den Wicklow Mountains und der näheren Umgebung gemacht. Das Wetter war perfekt dazu, und die Bilder sind wirklich sehenswert. Meiner Meinung nach passen die Bilder auch deshalb so gut, weil die Szenerie und die Geschichte Bat dazu inspiriert haben, diesen Song zu komponieren.

Dave Mineketti von Y&T hat, wie Bat schon kurz anmerkte, zu dem Song ein Solo beigesteuert. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Davy: Wir hatten verdammtes Glück, für Y&T auf deren UK-Tour zu eröffnen, und wir kennen alle Bandmitglieder ziemlich gut. Wir hatten richtig viel Spaß auf dieser Tour. Als die Tour zu Ende war und wir das erste Material für die neue Scheibe zusammentrugen, meinte Bat, dass es doch toll wäre, wenn Dave ein Solo für den Song einspielen könnte und hat ihn einfach per Email gefragt, ob er Lust hätte. Glücklicherweise und eigentlich eher unerwartet war er sofort von der Idee begeistert. Er ist ein brillanter Gitarrist und es ist großartig, dass er auf dem Song zu hören ist.

Als ich die neuen Scheibe das erste mal gehört habe, war ich etwas über den Song „All You've Done" verwundert, weil er mit gerade mal zwei Minuten Länge eher untypisch für GLYDER ist. Er hört sich klasse an und hätte es verdient, ein „vollwertiger" Song zu werden.

Davy: Logisch gibt es dafür natürlich auch eine Erklärung. Wir wollten das Album zuerst als Doppel-CD herausbringen, wobei die zweite CD einen fast zwanzig Minuten langen Track mit allen Ideen und nicht zu Ende ausgearbeiteten Soundsamples beinhalten sollte. Leider hat das Budget ein Doppel-Album leider letztendlich nicht zugelassen, und so haben wir mit „All You've Done" nur einen kleinen Ausschnitt dieser Ideensammlung mit auf das Album gepackt.

Das Instrumental „Elverstown" würde sich verdammt gut als Intro für die kommenden Liveshows eignen, wie Bat ja schon bei seinem Track by Track Kommentaren sagte. Siehst du das ähnlich? 

Davy: Das haben wir uns auch schon gedacht, und auf dem Launch Gig in Dublin haben wir es auch so praktiziert. Wir werden ihn wahrscheinlich auch wieder dafür nutzen, wenn wir demnächst wieder mal eine Headliner Tour durchführen können.

Habt ihr in Sachen Touring schon etwas in die Wege geleitet? In dem Zusammenhang wäre doch eine Tour mit Y&T perfekt, die auch gerade mit „Facemelter" ein neues Album am Start haben.

Davy: Wie schon vorhin gesagt, die vergangen UK Tour mit Y&T war der Hammer, und natürlich würden wir uns so eine Gelegenheit nicht entgehen lassen. Aber wir würden natürlich auch mit anderen Bands touren, und wir hoffen, dass sich nach den ganzen Sommerfestivals für uns ein paar Gelegenheiten eröffnen, auf eine Tour mit aufzuspringen.

In diesem Zusammenhang: Habt ihr euch schon entschieden, welche Songs vom neuen Album es in die Live Setlist schaffen werden? Ich weiß, dass ihr „Knockout" bereits live getestet habt, als ihr für METALLICA im Marlay Park 2009 eröffnet habt.

Davy: Das Album ist ja schon etwas länger fertig, auch wenn es jetzt erst kurz auf dem Markt ist, daher haben wir ein paar Songs schon öfter live getestet. „That Line", „Knockout", „Innocent Eyes", „Make A Change" und „One Of Us" sind live bisher schon sehr gut angekommen. Wir werden aber auch "Jack Strong", „Back To The Water" und den Titelsong ins Live-Programm aufnehmen.

Als ihr besagten Gig vor METALLICA gespielt habt, war ein Keyboarder mit euch auf der Bühne. Ich hab euch ja schon ein paar mal live gesehen, und bisher hattet ihr nie einen Tastenmann dabei. Wie heißt der Mann, und werdet ihr ihn auch auf der kommenden Tour mit dabei haben?

Davy: Sein Name ist „Fist", was natürlich nur sein Spitzname ist. In Wirklichkeit heißt er John Mulrooney und hat das erste mal bei den Aufnahmen zur EP „Weather The Storm" mit uns zusammen gearbeitet. Er ist ein großartiger Musiker mit viel Erfahrung und hat viel zum Sound von „WTS" beigetragen. Keyboards waren schon immer im Studio sehr wichtig für GLYDER, aber mit „Fist" haben wir jetzt auch endlich einen Musiker gefunden, den wir auch live mit auf die Bühne nehmen können.

Davy, eine letzte Frage, die eigentlich nichts mit Musik zu tun hat, aber die ich dir stellen muss, weil du Ire bist. Irland ist nur deshalb nicht bei der kommenden Fußball WM dabei, weil ihr gegen Frankreich ausgeschieden seid, da nämlich ein gewisser Thierry Henry den Ball kurz vor dem entscheidenden Tor für alle bis auf den Schiedsrichter sichtbar mit der Hand gespielt hat. Deine Gedanken dazu?

Davy: TUT, TUT, TUT.......

Jungens, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche euch mit „Yesterday, Today And Tomorrow" endlich den Erfolg, den ihr euch redlich verdient habt und hoffe, wir sehen uns bald auf ein paar Guiness wieder. Oder auf ein paar Alt, am besten wenn ihr in Deutschland auf Tour seid.

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