Geschrieben von Sonntag, 13 Februar 2011 00:00

Glyder - Interview mit Bat Kinane zum Soloalbum und zu Split und Neustart seiner Band

Glyder-Bat-Jackie-and-Pete_Interview

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter GLYDER Gitarrist Bat Kinane (Bild links). Zuerst lösten sich GLYDER auf – ziemlich überraschend für die Fans, nach einem starken Albumrelease von "Yesterday, Today & Tomorrow"  Dann veröffentlichte der symphathische Ire mit "A Lifetime To Kill" sein erstes Soloalbum, um kurz danach GLYDER mit neuem Line Up wieder ins Leben zu rufen. Und da seit dem letzten Interview schon wieder fast zwei Jahre ins Land gegangen sind, wurde es Zeit, ihn nach dem aktuellen Stand der Dinge zu befragen.


Hi Bat. Alles klar bei dir?


Hi Dirk. Ja, alles ist soweit wieder ok. Ich bin froh, dass du dich in Dublin nicht bei mir angesteckt hast, aber diese Grippe hat mich dann noch fast den ganzen Januar verfolgt.

Es ist sehr viel passiert seit unserem letzten Interview. Zuerst haben sich GLYDER ziemlich überraschend und plötzlich im Herbst 2010 aufgelöst. Was waren die näheren Umstände für den Split, der doch ziemlich unerwartet kam, nachdem ihr 2010 mit „Yesterday, Today And Tomorrow" noch so ein saustarkes Album veröffentlicht habt?

Wir haben das Album in 2009 geschrieben und 2010 fertig gestellt, und die Stimmung war wirklich gut innerhalb der Band. Aber im Laufe des Jahres lief fast alles schief. Wir haben ja ziemlich lange gewartet, bis wir das Album auf den Markt bringen konnten, und während dieser Monate ging jeder bei uns seiner eigenen Wege. Es vergingen Monate, in denen wir täglich auf News bezüglich der Veröffentlichung warteten. Und das war sehr heftig, kann ich dir sagen, denn wir hatten so verdammt hart an dem Album gearbeitet. Um die Zeit irgendwie zu überbrücken, sind wir auf eigene Kosten getourt, haben etliche Cover-Gigs gespielt und jeden Cent in die Band gesteckt. Wir alle haben eigentlich fünf Jahre unseres Lebens verschenkt, weil es hier einfach nicht mehr weiter ging. Ein sehr schweres Jahr für uns alle, und um nicht völlig verrückt zu werden, habe ich angefangen, an meinem Soloalbum zu arbeiten.

Tony (Cullem, Bassist/Sänger) hat in dieser Zeit im Grunde komplett das Interesse an GLYDER verloren. Er hatte zu nichts mehr Lust, was die Band betraf. Er wollte endlich den Lohn für die harte Arbeit einfahren, aber der blieb leider aus. Ich kann dir sagen, es ist eine sehr, sehr lange Geschichte und ich könnte hier wirklich ins Detail gehen, aber Tony ist mein Schwager und Davy (Ryan/Drummer) ist sein Cousin, und wir wollen einfach trotz allem auch weiterhin Freunde bleiben. Was mich aber wirklich schockierte, war die Tatsache, dass Davy auch die Brocken hinwarf, nachdem wir für das nächste Album schon einige Songs zusammen geschrieben hatten. Es uferte wirklich aus, als wir das Angebot bekamen, zusammen mit MOLLY HATCHET auf Tour zu gehen, und Tony und Davy uns mitteilten, dass sie diese Tour nicht machen wollten. Besonders wenn man weiß, wie sehr Davy das Touren und die Live Gigs geliebt hat. Beide spielen jetzt in Cover Bands, für mich ist das eine absolute Verschwendung ihrer Talente.

Ich kann verstehen, dass du da nicht ins Detail gehen willst. Bei uns sagt man dazu "Blut ist dicker als Wasser". Du hast dein Soloalbum „A Lifetime To Kill" angesprochen. Die Scheibe klingt für mich sehr emotional, die meisten Songs wären nie auf einem GLYDER Album gelandet. Wann ist in dir die Idee gewachsen, ein Soloalbum aufzunehmen, und wann hast du mit dem Songwriting begonnen?

Ich glaube, als die anderen Jungens anfingen darüber nachzudenken, Coversongs zu spielen, habe ich mich entschlossen, Songs zu schreiben und damit vielleicht etwas Geld zu verdienen. Wir sind eben vier Jungs, die alles für die Musik aufgegeben haben und wir waren uns einig, dass wir nichts anderes machen können und wollen. Ich habe immer viele Songs geschrieben, war mir aber auch bei vielen bewusst, dass sie zu emotional und persönlich waren. Ich habe mich daher schon sehr früh dafür entschlossen, irgendwann ein Soloalbum aufzunehmen. Bis zu dem Album hatte ich auch nie das Selbstvertrauen in meine Stimme, um Leadvoacals einzusingen, aber das hat sich mit „A Lifetime To Kill" ebenfalls geändert. Ich glaube, die Aufnahmen haben mir sehr dabei geholfen. Trotzdem würde ich das Album mit dem heutigen Können gerne noch mal aufnehmen.
Mit dem Songwriting habe ich begonnen, als wir mit den Songs für „Yesterday, Today & Tomorrow" angefangen haben. Die GLYDER Songs gingen in einen Ordner, alle Nicht-GLYDER Songs in einen anderen. Der Non-GLYDER Ordner wurde voller und voller, und es sind genug Songs für weitere Alben darin, die es wert wären, veröffentlicht zu werden.

Deine Stimme klingt so schon verdammt gut, und im Nachhinein kann ich gar nicht verstehen, warum du nicht schon mal die ein oder anderen Leadvocals bei GLYDER eingesungen hast.

Naja, Tony war eben immer unser Leadsänger, und so sollte es auch sein. Außerdem mag ich den Klang meiner Stimme nicht so sehr, ich hatte immer das Gefühl, ich verängstige die Leute damit. Bei den Background Vocal Lines fällt das nicht auf, und das habe ich ja auch immer schon gerne gemacht. Lead Vocals bei GLYDER zu singen, war daher nie ein Thema für mich.
Die Songs auf dem Soloalbum sind aber viel zu persönlich, um sie von jemand anderem einsingen zu lassen, also habe ich es selber gemacht, auch auf die Gefahr hin, dass es vielleicht scheiße klingt. Ich denke, Singen ist ähnlich wie Gitarre spielen. Die Stimme ist auch ein Instrument, und im Grunde muss man nur üben, üben, üben. Also ich singe jetzt keine Skalen hoch und runter oder mache Aufwärmübungen. Ich singe einfach Songs, das ist meine Weise, meinen Gesang zu verbessern.

Einige Songs wie zum Beispiel "Makin' A Fool Out Of Me" und "Voodoo Bones" klingen sehr bluesig. Jetzt weiß ich ja, dass du ein großer Rory Gallagher Fan bist, und du hast mir mal erzählt, irgendwann mal ein reines Bluesalbum einspielen zu wollen. Hattest du das auch ein bisschen im Hinterkopf, als diese Songs entstanden sind?

Ich würde gerne mal eine EP mit Rory Gallagher Cover-Songs aufnehmen, und ich hatte immer die Idee im Hinterkopf, einmal mit GLYDER ein Cover Album nur mit Songs von irischen Künstlern aufzunehmen. Ich schätze die Musik von vielen irischen Bands und Künstlern sehr, und irgendwann werde ich die Idee auch bestimmt in die Tat umsetzen.
"Makin A Fool Out Of Me" hat für mich zum Beispiel dieses spezielle THIN LIZZY Feeling. Ich habe die Songs von Phil Lynott immer sehr geliebt, in denen er über Outlaws und Vagabunden in dieser romantischen Art und Weise gesungen hat. "Voodoo Bones"  ist ein Song über die Musik selber, wo es alles begonnen hat und wo es vielleicht noch hingeht. Es hat irgendwann mal alles mit den Bluesmen im Mississippi Delta begonnen, und zurzeit endet es bei TV Shows wie „American Idol". Wer könnte heute zum Beispiel jemals THE WHO kopieren, wenn du verstehst was ich meine? Es gibt doch kaum neue, junge Rockbands, die Arenen füllen können. Die Leute leben doch oftmals in der Vergangenheit. Ich meine, die Fans sind ja da, aber neue Bands rücken doch kaum nach oder bekommen keine Chance, um nachzurücken. Wir sollten uns tatsächlich mal auf ein Wort mit dem Teufel treffen.

Da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Bands müssen heute schon mit dem ersten Song einen Hit landen, sonst sind sie schnell wieder weg vom Fenster. Welches Label nimmt sich wirklich heute noch die Zeit, eine Band langsam und stetig aufzubauen? Aber um noch mal auf dein Soloalbum zurückzukommen: Songs wie "Jeremiah Jones" und "You Know You Have A Friend" zeigen dich von einer sehr melancholischen Seite. Hast du dich auch so gefühlt zu der Zeit, und gab es irgendeinen Zusammenhang mit dem Split von GLYDER?

"Jeremiah Jones" handelt im Groben von einem Freund, mit dem ich gelegentlich Musik mache. Der Song fühlt sich für mich irgendwie amerikanisch an. Zu der Zeit habe ich viel THE BAND gehört, was vielleicht der Grund dafür ist. "You Know You Have A Friend" ist ein sehr, sehr persönlicher Song über meine Frau.

"A Lifetime To Kill" hat sehr viele verschiedene Facetten. Du baust sogar manchmal irische Folkmusic-Elemente ein, wie bei „The Intredid Fox". War es geplant, das Album so vielfältig klingen zu lassen oder war das eher ein Zufall?

Nein, ich habe das absolut nicht geplant. Ich versuche nie, einen Song in einem bestimmten Stil zu schreiben. Die Stimmung der einzelnen Songs entsteht automatisch und ganz natürlich. Ich denke, wenn du dir vornimmst, einen Song in einem gewissen Stil oder mit einer gewissen Stimmung zu schreiben, dann hörst du dich nie wie du selber an, sondern eher wie jemand anders. Und das finde ich nicht natürlich.

Bat_Kinane_-_A_Lifetime_To_KillIn dem Zusammenhang fällt mir auf, dass das Album Coverartwork ebenfalls sehr stimmungsvoll ist und sehr zu den Grund-Vibes der Songs passt. Ich weiß, dass du auch grafisch sehr kreativ bist. Hast du das Cover selber entworfen?

Das Foto hat meine Frau am See unter unserem Haus geschossen. Sie hatte sich eine neue Kamera gekauft und wollte sie einfach ausprobieren. Es war ein toller Tag und wir hatten ein paar Bier und sind zum See runter gegangen. Es war keine geplante Fotosession für das Cover, aber es stellte sich heraus, dass einige der Bilder perfekt passten. Den Rest des Covers hat ein Designer für mich entworfen. Die Innenseiten der GLYDER Booklets habe ich immer selber entworfen, da hast du recht. Dieses Mal habe ich mich aber entschieden, es in fremde Hände zu geben.

In der letzten Woche hast du bekannt geben, dass es eine Neuauflage mit einem neuen Line Up von GLYDER geben wird. Neben dir ist nur Pete (Fisher /Guitars) von der Ur-Besetzung übrig geblieben. Erzähl mal was über die „Neuen" in der Band.

Der neue Sänger Jackie Robinson (Bild mitte) kommt aus Ballymoney in Northern Ireland, und sang vorher in einer Band namens HUNGERS MOTHER. Er hat sie vor ca. einem Jahr verlassen und seitdem nichts mehr in der Richtung gemacht. Ich hatte eine Annonce im Metal Ireland Forum geschaltet und er hat sich gemeldet. Er ist erst 27 Jahre alt und wirklich ein toller Sänger. Graham, der neue Mann am Bass, ist gerade mal 23 Jahre alt und wurde mir vom Bassisten der Pat McManus Band empfohlen. Des McEvoy, der neue Mann an den Drums, ist 25 Jahre alt und der Bruder eines guten Freundes von mir. Er hat in einer AC/DC Cover Band gespielt. Du müsstest dich eigentlich an ihn erinnern können, denn er hat damals in Ballyknockan auf unserem Album Launch 2008 für „Playground For Life" gespielt. Die Band nannte sich BLOOD BROTHERS. Ich glaube, es ist besser für mich, wenn ich mit jüngeren Musiker zusammen arbeite, die sich noch keine Sorgen darum machen müssen, wie sie ihre Familien ernähren können.

Ja klar kann ich mich an die BLOOD BROTHERS erinnern – die haben mächtig gerockt und waren echt klasse. Bat, du hast auf deiner MySpace-Seite Songs gepostet, die du mit dem neuen Line Up eingespielt hast. Was ist deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen beiden Formationen?

Auf den Songs auf MySpace habe ich nur die Vocal-Lines ausgetauscht, ansonsten hört man das alte Line Up. Ich wollte den Leuten damit den Unterschied zwischen Tony und Jackie verdeutlichen. Es hätte keinen Sinn gemacht, die Songs komplett neu einzuspielen, da der größte Unterscheid tatsächlich die Vocals sind. Jackie wird, denke ich, mehr Leuten gefallen, da er ein großartiger Rocksänger ist. Wenn wir früher Kritik bekommen haben, dann hauptsächlich wegen der Vocals. Viele Leute haben mir damals gesagt, dass die unser einziger Schwachpunkt wären. Ich persönlich habe Tonys Stimme immer sehr gemocht, aber trotzdem denke ich, dass wir mit Jackie mehr Leute erreichen werden. Vielleicht verlieren wir auch den ein oder anderen Fan, aber das wird sich meiner Meinung nach hoffentlich in Grenzen halten. Die ersten Reaktionen waren zumindest großartig. Das Classic Rock Magazine hat einen Song von uns zum „Track Of The Day" gemacht, er wurde mehr als 5.000 mal runtergeladen. Über diesen Link gelangst du zu dem Song: Glyder Song Download. Ich glaube wirklich ganz fest daran, dass wir es innerhalb der nächsten... sagen wir fünf Jahre zu einem Top Act in der Classic Rock Szene schaffen können.

Wie viele Songs hast du bislang für euer viertes Studioalbum geschrieben? Du hast mir erzählt, dass du es gerne bereits im Mai oder Juni veröffentlichen möchtest?

Das Album ist so gut wie fertig komponiert, ich habe das Studio für April gebucht. Also schätze ich, dass der V.Ö.-Termin wohl im September liegen wird. Voraussichtlich werden elf Tracks auf dem Album sein.

In der Vergangenheit hast du viele Songs zusammen mit Tony geschrieben. Wie bist du dieses mal vorgegangen? Sind die neuen Jungs schon in den Songwriting-Prozess integriert worden?

Tony war wirklich ein toller Songwriter. Dieses mal ist Pete aber mehr beteiligt, und auch Jackie arbeitet hart an den neuen Songs. Da er aus Nordirland kommt und fast 200 Meilen weit weg wohnt, schicken wir uns die neuen Ideen und Demos immer per Mail hin und her. Bevor wir ins Studio gehen, werden wir uns aber treffen und uns mit intensiven Rehearsals auf den Studioaufenthalt vorbereiten. Ich möchte einfach sicher gehen, dass die Songs perfekt sitzen. Wir haben mit diesem Album eine Menge zu beweisen. Es wird ein tolles Hard Rock Album werden, mit der Energie der ersten GLYDER Scheibe aber der Erfahrung von sechs Jahren Songwriting.

Bat, mal ehrlich – war es ein Zufall, dass sich Jackie komplett anders anhört als Tony? Versteh mich nicht falsch, ich halte beide auf ihre Art für tolle Sänger.

Ich denke eigentlich, dass sie sich gar nicht so sehr unterscheiden, sich in einigen wenigen Fällen sogar etwas ähneln. Ein Sängerwechsel ist ja auch keine einfache Geschichte für eine Band, und ich hätte nie gedacht, dass der erste Bewerber sofort so perfekt passt. Ich habe ja jetzt keinen Metalsänger gesucht, es sollte schon ein Rocksänger sein. Jackie geht so in die Richtung eines Paul Rodgers oder Robert Plant oder vieler anderer Rocksänger aus den Achtzigern, hat dabei aber eine sehr hohe Eigenständigkeit in seinem Organ. Ich glaube, er wird mal ein ganz Großer werden.

Habt ihr eigentlich mit dem Split der Band auch euren Deal mit SPV verloren, oder seid ihr da immer noch unter Vertrag?

SPV ist immer noch unser Label, sie stehen voll hinter uns und werden auch das nächste Album veröffentlichen. Sie haben das neue Lie Up abgesegnet und ich freue mich riesig darauf, dass das Album bald in den Läden stehen wird!

Du hast auf den 25th Vibe For Philo in diesem Jahr in Dublin zusammen mit der Pat McManus Band gespielt, und euer Gig war trotz deiner schweren Erkältung absolute klasse und für mich eines der Highlights der Veranstaltung. Wie kam es dazu, dass du „nur" akustische Gitarre gespielt hast, während Pat alle elektrischen Gitarren spielte? Ich war übrigens sehr beeindruckt davon, wie die Songs, die ja eigentlich alle für zwei E-Gitarren komponiert wurden, in dieser Kombination funktionierten.

Ich war der "Special Guest" in Pats Band, wir wollte einfach mal etwas ganz anderes machen. Außerdem war es für mich auch eine gute Gelegenheit, mich auch als Sänger und Songwriter mal wieder ins Gespräch zu bringen. Pat ist für mich einer der besten Gitarristen im Blues Rock der heutigen Zeit, mit einem sehr eigenen Stil. Für mich war es eine große Ehre, mit einem solch begnadeten Musiker die Bühne teilen zu dürfen. Wir hatten noch eine tolle Version von „Running Back", mussten den Song aber streichen, weil Robbo (Brian Robertson) ihn in seinem Set hatte. Unsere Variante war eine Folk-Version. Insgesamt haben wir versucht, eine Art Celtic-Rock-Set an diesem Abend zu spielen.

Was sagst Du zum Auftritt von Brian Robertson, der ja für einen kleinen Eklat sorgte, da er für den Geschmack des Publikums wohl zu viele eigene Songs und zu wenig THIN LIZZY spielte?

Ich fand es etwas unhöflich von den Fans, ihn mit Bierbechern zu bewerfen. Aber vielleicht hätte er auch früher am Abend mit seinen Songs spielen sollen. Um diese Uhrzeit sind die Leute erfahrungsgemäß schon zu betrunken und wollen am liebsten nur noch „Live And Dangerous" hören. Für mich ist er heute wie damals bei THIN LIZZY eine riesen Attraktion, aber er hätte ruhig früher spielen sollen. Was wäre schlimm daran gewesen, wenn eine Tribute Band ein Tribute Konzert beendet hätte? Ich hoffe, sein kommendes Album bringt ihm den Erfolg, den er verdient. Es erscheint übrigens auch über SPV im März.

Es war der 25. Todestag von Phil Lynott in diesem Jahr, und traurigerweise und völlig unerwartet ist GARY MOORE am letzten Sonntag im Urlaub in Spanien verstorben. Gary Moore war einer meiner absoluten Gitarren-Helden seit ich angefangen habe, mich für Musik zu interessieren. Was waren deine ersten Gedanken, die dir durch den Kopf gingen, als du diese traurige Meldung gehört hast?

Ehrlich gesagt, ich war schockiert! Er war so sehr auch ein Teil meiner Jugend, und sein Album „Victim Of The Future" war einer der Gründe, warum ich überhaupt angefangen habe, Gitarre spielen zu lernen. Ich habe immer gesagt, dass er der beste Gitarrist auf der Welt ist. Er hatte einfach alles, was man dazu braucht, vom Feeling bis zur einmaligen Technik. Für die Musikwelt ist sein Tod ein großer Verlust. Ich habe mir immer gewünscht, er würde zum Rock zurückkehren, denn obwohl ich ein großer Bluesfan bin, wird er für mich immer der beste Hard Rock Gitarrist aller Zeiten sein. Und die Zeit wird das auch zeigen.

Dem kann ich kaum etwas hinzufügen. Bat, die nächste Tour spielt ihr mit ... ?

Wer weiß? Diese Dinge entscheiden sich erst, wenn das Album im Kasten ist.

Und da ich weiß, dass GLYDER doch schon viele Fans in Deutschland haben, hast du in paar abschließende Worte für unsere Leser?

Ich danke euch allen für eure Geduld. Wir kommen bald zu euch rüber, um für euch zu spielen. Das ist ein Versprechen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche dir und dem neuen Line Up von GLYDER alles Gute und hoffe wirklich, dass ihr endlich den verdienten Erfolg einfahren werdet. Rock on, Slainte!