Doom / Sludge Metal Reviews

Doom und Sludge Rezensionen, Meinungen und Kritiken


Goatess - Blood and Wine

Goatess - Blood and Wine
    Stoner/Doom Metal

    Label: Svart Records
    VÖ: 27. September 2019

    Bewertung:7/10

In den drei Jahren seit dem zweiten Album ist einiges passiert bei den Doom-Jungs GOATESS: Ein neuer Bassist ist an Bord und vor allem hat sich die Besetzung am Mikro geändert. Die prägende Stimme von Christian „Chritus“ Lindersson ist weg, dafür singt jetzt Karl Buhre. Und gleich der erste, schwer verzerrte Akkord auf „Blood And Wine“ zeigt an, dass sich auch am grundsätzlichen Sound was getan hat.


Culted - Vespertina Synaxis: A Prayer For Union & Emptiness (EP)

Culted - Vespertina Synaxis: A Prayer For Union & Emptiness (EP)
    Blackened Industrial Doom

    Label: Season of Mist Underground Activists
    VÖ: 30.08.2019

    Bewertung:5/10

Wer CULTED in der umfangreichen Encyclopaedia Metallum nachschlägt, erfährt, dass der schwedische Bandgründer Daniel Jansson seine drei kanadischen Mitstreiter nie getroffen hat. Nichtsdestotrotz erweist sich das Quartett seit der Gründung 2007 als überaus beständig. Bereits zwei Studioalben sowie die EP "Of Death & Ritual“ haben seitdem ihren Weg in die Verkaufsregale gefunden. Mit "Vespertina Synaxis: A Prayer For Union & Emptiness“ steht nun die nächste EP in den Startlöchern.


Saint Vitus - s.t.

Saint Vitus - s.t.
    Doom Metal

    Label: Season Of Mist
    VÖ: 17. Mai 2019

    Bewertung:5/10

Zuerst mal die Sängerfrage, denn wer der richtige Mann am Mikro für SAINT VITUS ist, darüber streiten sich die Geister schon seit dem ersten von zahlreichen Wechseln. Obwohl jetzt mit Scott Reagers wieder ein Gründungsmitglied singt, ist für viele Scott „Wino“ Weinrich der einzig wahre Doom-Messias. Dass dies selbst im Promotext zur neuen, selbstbetitelten Scheibe zwei Mal erwähnt wird, als müsste sich die Band rechtfertigen, spricht Bände. Am besten man mag beide Sänger, unterschiedlich genug sind sie ja, dann hat man umso mehr Material, an dem man sich erfreuen kann. Somit also zur eigentlichen Frage: Wie positioniert sich der neue Output in der Diskografie von SAINT VITUS?


A Pale Horse Named Death - When The World Becomes Undone

A Pale Horse Named Death - When The World Becomes Undone
    Gothic Doom Grunge

    Label: Long Branch Records / SPV
    VÖ: 18.01.2019

    Bewertung:7/10

Wind und Glockenschläge, sakraler Gesang, viehisches Schreien und Bellen, das Wimmern einer Frau … Düster und atomsphärisch beginnt das neue Album von A PALE HORSE NAMED DEATH, den (selbsternannten?) "Brooklyn Lords Of Doom". Etwas hoch gegriffen, zumal bereits mit dem zur Klaviermelodie einsetzenden Gesang deutlich wird, dass wir es hier nicht mit den wahren Meistern der Zunft zu tun haben.


Black Tusk - TCBT

Black Tusk - TCBT
    Swamp Metal

    Label: Season Of Mist
    VÖ: 17.08.2018

    Bewertung:8/10

Da ordnet man sich für das neue Jahr und findet noch einige nicht besprochene Scheiben, für die es sich auch nachträglich noch lohnt, Zeit zu investieren. Zum Beispiel BLACK TUSKs 2018er Werk „TCBT“, was eine Abkürzung für "Taking Care of Black Tusk" seien soll. Und damit macht der Titel schon klar, worum es auf dem Werk geht, nämlich aufgestauter Wut freien Lauf lassen.


Kavrila - Rituals II (EP) Tipp

Kavrila - Rituals II (EP)
    Doom/Sludge/Post-Hardcore

    Label: Hand Of Doom Records
    VÖ: 7. Dezember 2018

    Bewertung:8/10

Schlag auf Schlag geht es bei KAVRILA: 2016 die Debüt-EP „Rituals I“, 2017 das Album „Blight“ und jetzt die EP „Rituals II“. Schlag auf Schlag geht es auch nach wie vor in den Songs – nicht kontrolliert und taktisch wie im Boxring, eher wie bei einer kurzen, heftigen Straßenschlägerei. KAVRILA sind ihrem rauen Stil also treu geblieben.


Hangman's Chair - Banlieue Triste

Hangman's Chair - Banlieue Triste
    Doom

    Label: Spinefarm / Universal
    VÖ: 29.09.2018

    Bewertung:6/10

HANGMAN'S CHAIR lassen sich mit "Banlieue Triste" Zeit, richtig Zeit. Ihr fünftes Album veröffentlichten die Franzosen bereits im Frühjahr selbst, nun schießen sie angetrieben von einem großen Label nochmals in der passenden Jahreszeit nach und bekommen hoffentlich mehr Aufmerksamkeit.


Earth Ship - Resonant Sun Tipp

Earth Ship - Resonant Sun
    Sludge, Doom, Spacerock

    Label: Pelagic Records
    VÖ: 05.10.2018

    Bewertung:9/10

Das EARTH SHIP aus Berlin ist erneut gelandet. "Resonant Sun" heißt das fünfte Album des Trios, erneut aufgenommen im Hidden Planet Studio in Berlin und es lohnt sich spätestens jetzt, einzusteigen. Wie gewohnt, erwarten den Hörer gewaltige Riffgebirge und ein Sound, der so kompakt steht, dass kein Blatt dazwischen passt. EARTH SHIP gelingt der Spagat zwischen enormem Druck und griffigen Melodien nahezu perfekt.


Grin - Revenant

Grin - Revenant
    Doom

    Label: recordJet
    VÖ: 27.04.2018

    Bewertung:7/10

Das Duo GRIN aus Berlin definiert den Begriff "Grower" mit seinem Album "Revenant" neu. Der Opener "Alterna" walzt nicht nur ultraschleppend an, sondern verzichtet sogar auf den Gesang. Gesang gibt es auch im weiteren Verlauf erstmal nur sporadisch und dann auch weit entfernt vom üblichen Strophe-Refrain-Strophe-Muster. GRIN bauen nicht nur ihre doomigen Soundwände immer stabiler auf, sondern packen auch von Song zu Song ein Quäntchen mehr Variation in die Waagschale.


Mantar - The Modern Art Of Setting Ablaze Tipp

Mantar - The Modern Art Of Setting Ablaze
    Doom/Sludge/Black Metal

    Label: Nuclear Blast
    VÖ: 24.8.2018

    Bewertung:9/10

Major-Deal, massive Livepräsenz auf der ganzen Welt, Headliner-Status: Krass, was MANTAR für eine Karriere hingelegt haben. Der Aufstieg war so schnell und steil, dass die Mucker-Polizei die Patches schon längst wieder abmontiert – nicht underground genug! Aber MANTAR tun niemandem den Gefallen, auszubrennen, im Gegenteil: Mit dem dritten Album „The Modern Art Of Setting Ablaze“ zementieren sie ihren Status.


Shrines Of Dying Light - Insomnia Tipp

Shrines Of Dying Light - Insomnia
    Doom Metal

    Label: Eigenvertrieb
    VÖ: 31.08.2018

    Bewertung:8/10

Doom als Genre verträgt sich im Normalfall nicht mit meinem überaus sonnigen Gemüt. Nachdem der Sommer aber zu übermäßig sonnig für mein armes Gemüt war, bietet die Hitzedepression eine wunderbare Gelegenheit, dem Genre eine angemessene Chance zu geben.


Weed Demon - Astrological Passages (Re-Release)

Weed Demon - Astrological Passages (Re-Release)
    Doom/Sludge/Stoner

    Label: Electric Valley Records
    VÖ: 27.7.2018

    Bewertung:6/10

„Looking for your new favorite album to smoke weed to?“ fragen WEED DEMON auf ihrer Facebook-Seite. Damit dürfte bärtigen Truckercap-Trägern klar sein, wohin die Reise geht. Allen Glattrasierten, die diesen Text lesen, sei gesagt: WEED DEMON spielen eine schwere Mischung aus Stoner, Doom, Sludge und Klischees.


Allfather - And All Will Be Desolation

Allfather - And All Will Be Desolation
    Sludge / Doom / Hardcore

    Label: Rotting Throne Records
    VÖ: 7.9.18

    Bewertung:8/10

Um ehrlich zu sein, dachte ich nicht wirklich Gutes über die ALLFATHER Promo, die ich in die Hand bekam. Allfather steht ja sowohl als alternativer Name für Odin als auch als Name der wichtigen Gottheit Dagda aus der irischen Mythologie. Und das weckte bei mir ein Gefühl von "Jetzt kommt irgendwas Paganisches oder Fantasy-Metallisches aus den Boxen ...".


Heave Blood and Die - Vol.II

Heave Blood and Die - Vol.II
    Stoner-Doom / Sludge Metal

    Label: Blues For The Red Sun
    VÖ: 19.01.2018

    Bewertung:5/10

Der deutsche Dichter Erich Limpach meinte: „Disharmonien haben ein ganz besonderes Ausstrahlungsvermögen auf die Umwelt.“ Das bestätigt sich wohl in allen Bereichen unseres Lebens, auf das neue Konzeptalbum „Vol.II“ von HEAVE BLOOD AND DIE trifft es genauso zu.


Black Label Society - Grimmest Hits Tipp

Black Label Society - Grimmest Hits
    Melodischer Doom Metal mit Blues- & Southern-Anleihen

    Label: Spinefarm Records / Caroline
    VÖ: 19.01.2018

    Bewertung:8/10

Bevor Zakk Wylde auf der Abschiedstour seines Mentors OZZY OSBOURNE die Saiten qualmen lässt, veröffentlicht er mit seiner eigenen Band BLACK LABEL SOCIETY das neue Werk "Grimmest Hits".


Iron Walrus - A Beast Within (LP)

Iron Walrus - A Beast Within (LP)
    Doom-/Sludge-Metal

    Label: Redfield Records
    VÖ: 15.12.2017

    Bewertung:7/10

Im Mittelalter gab es Eiserne Jungfrauen, jetzt gibt es Eiserne Walrosse, die uns auf das Folterbrett spannen. Mit Presslufthammer-artigen Riffs hämmern diese wütenden Biester auf mein Trommelfell – die Harten im Garten jedoch werden dies nicht als Folter, sondern eher als Vergnügen etikettieren: Darf ich vorstellen? IRON WALRUS!


Ophis - The Dismal Circle Tipp

Ophis - The Dismal Circle
    Death/Doom Metal

    Label: FDA Records
    VÖ: 20. Oktober 2017

    Bewertung:8/10

Pünktlich zur kalten Jahrszeit ziehen uns OPHIS wieder in dunkelste Abgründe. Auf dem vierten Album „The Dismal Circle“ beeindruckt die Band erneut mit hochkarätigem Depri-Sound.


Slomind - Metamorphoseon

Slomind - Metamorphoseon
    Stoner/Sludge/Groove Metal

    Label: Sonic Attack
    VÖ: 13. Oktober 2017

    Bewertung:6/10

Stoner, Fuzz, Metal – alles drin im Sound von SLOMIND. Die Band aus Düsseldorf hat mit „Metamorphoseon“ ihr zweites Album am Start und das erste, das ich kennenlernen darf. Ich bin überrascht, wie modern SLOMIND klingen.


Kavrila - Blight Tipp

Kavrila - Blight
    Doom/Sludge/Post-Hardcore

    Label: Backbite Records
    VÖ: 4. August 2017

    Bewertung:8/10

Der Boden, in dem das Grab für „Blight“ geschaufelt wurde, heißt Hardcore. KAVRILA stehen mit Bierflaschen in der Hand davor und werfen dreckige Erde auf den Sarg: je eine Handvoll Sludge, Doom und Crustpunk. Die Mittelfinger gehen nach oben, nach 24 Minuten ist die Show vorbei.


Paradise Lost - Medusa Tipp

Paradise Lost - Medusa
    Gothic Metal, Doom Metal

    Label: Nuclear Blast Records
    VÖ: 01.09.2017

    Bewertung:9/10

Jedes PARADISE LOST Album ist ein Überraschungspaket. Innerhalb ihres fast 30-jährigen Bestehens hat die Band je nach Lust und Laune schon viele Genregefilde durchschritten. Einiges hat mehr begeistert, einiges weniger, aber mit „Medusa“, ihrem fünfzehnten Studioalbum, haben die Engländer – wie der Albumtitel verspricht – ein weiteres Monster ihrer Karriere erschaffen.

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