Lionheart - Welcome To The West Coast II Tipp

Lionheart - Welcome To The West Coast II
    Hardcore

    Label: BDHW Records
    VÖ: 11.11.17
    Bewertung:10/10

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Es kommt mir beinah so vor, als sei es gestern gewesen, dass ich LIONHEART auf ihrer Abschiedstournee in Münster noch einmal live erleben durfte. Die Luft war damals getränkt von puren Emotionen und einer Wahnsinns-Energie. Hinterher nahmen sich die Jungs noch Ewigkeiten Zeit für Fotos und Smalltalk. Danach wurde es ruhig um das Quintett von der Ostküste.

Lionheart is back

Doch dann kamen plötzlich Gerüchte über ein Comeback der Jungs auf. Dann erste Infos aus dem Studio. Und jetzt erscheint endlich ihr neues Werk, das auf den Namen „Welcome To The West Coast II“ hört. Und wow – danke, dass ihr wieder da seid!

Die Band strotzt immer noch vor Energie. Die Songs klingen frisch, haben ordentlich Bumms und klingen einfach nur fett. Anscheinend hat die Pause dem Quintett richtig gut getan, man hört förmlich, dass die Jungs wieder richtig Bock haben, Musik zu spielen. Nach einem kurzen „LHHC Chor“-Intro und einigen netten Begrüßungsworten des Frontmannes Rob, begleitet von fetten Riffs und Beats, geht es dann auch sofort mit dem stampfenden „Still Bitter Still Cold“ los.
Das darauf folgende „Shelter“ ist kurzer und knackiger Oldschool Hardcore. Kurz und direkt auf die Fresse. „Cursed“ passt sich dem dann sehr gut an, bis es mit „Trail by Fire“ weiter geht. Der Song hat einfach einen mitreißenden Refrain.

Der einzige Wermutstropfen ist „Unhinged“, bei dem man lediglich mehrere Sprachnachrichten eines Anrufbeantworters hört. Das ist lahm, aber dann folgen ja noch die letzten drei Songs „Thirty Years“, „Treading Waters“ und „LHHC ‘17“. „Vultures“ und „Thirty Years“ haben beide sehr geile Kopfnicker-Beats, gepaart mit einigen genickbrechenden Beatdowns. Dann folgt „Treading Water“, das beinah nach einer Verbeugung in Richtung MACHINE HEAD klingt. Denn das sehr metalähnliche Anfangsriff könnte auch aus Oakland stammen, bevor es wieder in den üblichen LIONHEART Sound übergeht.

Höhepunkt ist natürlich das abschließende „LHHC ‘17“. Das kommt beinah identisch zur älteren ersten Version daher. Natürlich hat sich der Text geändert und hier und da wurden Riffparts und Breaks leicht verändert. Außerdem darf als Gast noch der DEEZ NUTS Frontmann JJ Peters ran.

It’s still LHHC forever ...

... das sind die einladenden Worte des Intros „Cali Stomp“, begleitet von den Worten „Stronger than ever“. Und eigentlich kann ich da kaum mehr und auch nichts Gegenteiliges zu sagen. Ich freue mich wahnsinnig über dieses Comeback und über „Welcome To The West Coast II“. Die Songs sind frisch, druckvoll, wütend und zu jederzeit packend. LIONHEART bleiben sich treu und klingen immer noch wie eine Wucht.

Die Jungs sind im November noch in Deutschland auf Tour mit NASTY und GET THE SHOT!

LIONHEART sind:

Vocals - Rob
Gitarre - Nick
Bass - Ricky
Drums - Jay
Gitarre - Evan