Crashdiet - The Unattractive Revolution




Stil (Spielzeit): Sleaze Metal (43:58)

Label/Vertrieb (VÖ): Universal (23.11.07)

Bewertung: 8/10

Link: http://www.crashdiet.org 
http://www.davelepard.com

Eigentlich hatte niemand damit gerechnet, dass sich CRASHDIET, die Sleaze- und Glamrock Hoffnung aus Schweden, die mit ihrem Debüt “Rest In Sleaze” im Jahre 2005 für einen Paukenschlag sorgten, nach dem Selbstmord ihres Sängers Dave Lepard wieder berappeln würden. 
Noch am Tag der Beisetzung beschlossen die restlichen Bandmitglieder, die Band mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Ein halbes Jahr später trafen sich die Jungens mehr oder weniger zufällig wieder, hatten zum Teil ihre Leben, in Bezug auf den Drogenkonsum, komplett umgekrempelt, und stellten fest, dass die Musikpresse ihr Debütalbum immer noch abfeierte und mit Preisen überhäufte. Und als selbst Dave’s Mutter der Band Mut machte, und sie aufforderte, musikalisch da weiterzumachen, wo sie aufgehört hatten, war der Entschluss schnell gefasst, den Wagen CRASHDIET wieder ans Rollen zu bekommen. 
Ein neuer Sänger wurde in Olliver Twisted, einem absoluten Sleaze Maniac auch recht zügig gefunden, womit das Songwriting für das nächste Album beginnen konnte. 

Das Resultat hört auf den Namen „The Unattractive Revolution“ und besteht aus elf Tracks, die meiner Meinung nach auf das starke Debüt Album locker noch einen drauf setzen. 
Frisch, unbekümmert und dreckig rocken sich die vier Schweden durch ihre Songs, und lehnen sich soundtechnisch sehr an ihre Wurzeln wie MÖTLEY CRÜE oder TWISTED SISTER an. 
Zwei Songs sind unter Mithilfe von MÖTLEY CRÜEs Mick Mars entstanden sind, nämlich das punkige „I Don’t Care“ und der melodiöse Rocker „Alone“, was mich in dem Zusammenhang dann auch nicht wirklich wundert. 
Das sie im Rahmen ihres Sweden Rock Auftritts einige der neuen Songs schon mal auf ihre Livetauglichkeit antesteten, ohne das sie vorher bekannt waren, zeugt auch von enorm viel Selbstvertrauen. 
Vor allem das stampfende und sehr melodiöse „Falling Rain“ wurde dabei heftigst abgefeiert. Aber wenn man so Abgehnummern wie „Die Another Day“, „Thrill Me“ oder „Overnight“ im Gepäck hat, braucht sich eine Band um Partystimmung auf den Konzerten keine Sorgen zu machen. 

Fazit: CRASHDIET melden sich eindrucksvoll mit einem dreckigen Stück Sleaze zurück, das ich in so einer starken Form nicht erwartet hätte. 
Wenn es den Begriff „Old School Sleaze Rock“ gibt, dann ist „The Unattractive Revolution“ die Scheibe, die diesen Titel zur Zeit am meisten verdient.