Nana

Stile: Atmospheric Black Metal, Stoner Rock, Melodic Death Metal, Metal-/Deathcore, russischer Postpunk, Synth-Pop

Bands: Altin Gün, Agar Agar, Boy Harsher, Children of Bodom, Mars Red Sky, John Maus, Lorna Shore, Jonathan Hulten, Myrkur, Molchat Doma, Polyphia

E-Mail: nana@burnyourears.de


New York – die Stadt der Träumer, des City-Feelings und des wahren Undergrounds. In diesen anonymen Straßen einer riesigen Stadt tummeln sich so einige seltsame, skurrile als auch verrückte Gestalten. Eine davon: JON SPENCER. Dabei hatte sich JON SPENCER in seiner ganzen musikalischen Karriere bereits von einer unbekannten grauen Maus zu einer absoluten Underground-Rock-Legende der lokalen Szene gespielt. Sein Mix aus Rockabilly, Garage Punk, Rhythm, Blues und Sci-Fi Industrial ergibt definitiv ein erwähnenswertes Gesamtbild, das nicht unkommentiert bleiben darf.


Seit die dänische Senkrechtstarterin MYRKUR aka Amalie Bruun 2017 mit ihrem Album „Mareridt“ auf einen Schlag im Licht der Öffentlichkeit stand, warten sowohl neue als auch alte Fans aufgeregt auf ein weiteres Album, dessen Überbrückungszeit mit ihrer neuen EP „Juniper“ erleichtert wird.


Wer kennt diesen Moment, wenn man in sein Auto steigt, das Radio anmacht und zwischen nervtötenden Elektrobeats und den „Charts“ wählen kann? Für mich fällt die Wahl dann meistens doch auf die Charts und irgendwo zwischen HERBERT GRÖNEMEYER und HELENE FISCHER finden sich entsprechend neue deutsche Pop-/Rock-Künstler. Der Trend für deutschsprachige Musik scheint in den letzten Jahren wohl wieder gestiegen zu sein, was eigentlich ganz cool ist, aber oft irgendwie in die Hose geht.


Der Albumtitel „Mjusic“ des zweiten Albums von HILMA NIKOLAISEN erscheint auf den ersten Blick ziemlich einfallslos. Dabei hieß ganz genau so Hilmas erste Punkband mit ihrem Bruder mit einem zarten alter von fünf Jahren. Wie man also vermuten kann, steckt der Nachfolger von „Puzzler“ voller Energie, Verspieltheit und Freude an der Musik.


Schwarz und Weiß. Freude und Trauer. Leben und Tod. Einsamkeit. Das Leben besteht aus Gegensätzen und genau mit diesen beschäftigen sich THE DISASTER AREA auf ihrem Album „Alpha//Omega“. Dabei ist die Thematik inspiriert von eigenen Erfahrungen – von Krankheit und Verlusten, aber auch von eigenem Erstarken und Mut fassen.


Eine düstere Gestalt breitet ihre Arme über einem riesigen Haufen an Knochen aus und bietet mit ihrem sakralen, eindrucksvollen Erscheinungsbild einen einschüchternden Anblick. Meine Damen und Herren – darf ich Ihnen das Cover der Epic-Melodic-Death-Metaller vorstellen?


Ich bin Metalhead aus Leidenschaft. Egal, ob ich traurig oder glücklich bin – Musik ist das Allheilmittel, meine natürliche Droge, mein Lebenselixir. Was ich über die Jahre vor allem gelernt habe, ist, dass der Metal sich besonders mit seiner Solidarität, seiner Gemeinschaft, seiner Akzeptanz rühmt. Wie ich jedoch bitter erfahren musste, ist all das nur Heuchelei. Ich habe den Glauben in die Werte des Metals verloren.


Heimat. Ein Begriff, der mit Zuhause, Liebe, Familie, Kindheit und Geschichten verbunden ist. Betrachtet man jedoch die heutige Situation der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, die notgedrungen ihre sogenannte „Heimat“ verlassen müssen, stellt sich natürlich die Frage, was den nun für sie Heimat ist – der Haufen Schutt und Asche, der zurückgelassen wird, oder vielleicht doch das neue Zuhause, das gesucht werden muss?


Erst ist alles still. Ein paar Vögel schrecken auf und fliehen, jetzt bist du ganz allein. Kleine Schaumkronen bilden sich auf den Wellen der unendlichen Weite des gigantischen Ozeans, die anwachsen und mit zunehmender Geschwindigkeit auf die Felsen donnern. Dunkle Wolken bilden sich und rücken zusammen, machen dicht, lassen kein Blau durchscheinen. Auch das Meer färbt sich dunkelgrau und der Wind kämpft mit einer Kraft, die nicht zu bändigen ist und feuert sich selbst an mit seinem tosenden Geheule. Du bist doch nicht einsam, eine einsame, zerrissene Seele steht am Rand der Klippe, hält gegen die Naturgewalt an, ballt die Fäuste und schreit, nein, singt, bis die Worte eins werden mit dem endlosen Grau.


Kiel, 24.09.2018 – Wie kann man sich den ach so beliebten Montag noch retten? Genau, mit einem spontanen kleinen Konzert im Kieler Hochbunker. Wie der Name der Spielstätte schon verrät, handelt es sich tatsächlich um einen alten Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, welcher im Kieler Stadteil Gaarden liegt, der auch ganz liebevoll „die Schmuddelecke“ genannt wird. Und genau in diesem, von außen wohl eher ausladend erscheinenden, Gebäude kann man sich am heutigen Tag eine volle Dröhnung Metalcore von IN FRAGMENTS geben.


Vier glorreiche Jahre liegt mittlerweile die Veröffentlichung des Debüts „Vom Seelensterben“ der Symphonic Black Metal Band TOTENGEFLÜSTER zurück. Vom damaligen Soloprojekt zu einer richtigen Band hat sich die Band nicht nur musikalisch weiterentwickelt, sondern kann nun unter anderem aufgrund vieler Liveauftritte auf eine große Fangemeinde blicken. Den ersten Liveauftritt feierten sie in Birmingham beim alljährlichen Beermageddon Festival – wie passend also, dass sie 2017 zu ebenjener Metalmesse als Headliner zurückkehrten und nun dieses bandhistorische Ereignis als Live-Aufnahme veröffentlichen.


Kiel, 16.09.2018 – Was macht eine Metal-Redakteurin sofort nach ihrem Umzug? Selbstverständlich die lokale Musikszene erforschen. Als frischgeschlüpfte Kieler Sprotte ließ ich es mir nicht nehmen, schon wenige Tage nach meiner Ankunft erstmals metallische Luft im hohen Norden zu schnuppern. Was für eine perfekte Fügung also, dass die norwegische Hardcore-Band ONDT BLOD momentan eifrig ihr neues Album "Natur" auf Tour präsentiert. Tatkräftige Unterstützung gab es beim Kiel-Gig von den Rendsburger APPENDIXX und BEESUS aus dem fernen Rom.


Erst vor Kurzem kam die Berliner Noise Rock Band GHOSTMAKER mit ihrem Album „Buzz“ um die Ecke, das für mich nicht nur ein unfassbar gutes Album darstellte, sondern mich auch wirklich zum GHOSTMAKER-Fan gemacht hat. Wie schön also, dass die Jungs nicht lange auf sich warten lassen und zur Überbrückung zum nächsten Album eine EP für uns bereitgestellt haben: „Voices From Suite 27“.


Die heutige Gesellschaft ist unzufrieden. Sie beginnt, sich in links und rechts zu spalten – als ein Wettrüsten beider Seiten kann man das fast schon bezeichnen und zugegebenermaßen, es ist beängstigend. JOHNNY FIREBIRD haben es sich zur Aufgabe gemacht, die politisch linke Seite zu unterstützen und durch ihre Musik und ihre Texte wieder Moral unter die Menschen zu bringen und natürlich auch ihre Meinung kundzugeben.


This Capsule. Ganz prominent prangt die silberne Kapsel auf dem sterilen Cover der Krautrock-Band FARFLUNG. So richtig nach einer Raumschiffkapsel sieht das Ding nicht aus, es scheint eher eine Pillenform zu haben, aber auch das scheint es nicht zu sein. Was hat es mit dieser „Kapsel“ auf sich?


Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist es sieben Jahre her, dass die drei bärtigen Schweden SKRAECKOEDLAN ihr Debüt „Äppelträdet“ in Schweden veröffentlicht haben. Das Erstwerk stieß auf dermaßen positive Resonanz, dass 2015 bereits mit „Sagor“ der nächste Output geliefert wurde. Das Trio erlebte auf wundersame Weise einen internationalen Erfolg, sodass es nun endlich Zeit wird, auch „Äppelträdet“ global zu zelebrieren.


DRAGONLORD: ein perfekter Name für eine Power Metal-Band, nicht wahr? Während das Band-Logo diesen Verdacht zu bestätigen scheint, das Cover Art jedoch eher auf eine Death Metal-Band hinweist, erweist sich jedoch all dies als ein Irrtum. DRAGONLORD sind eine knallharte Black Metal Band aus Kalifornien, doch wie die Optik bereits erahnen lässt, zelebrieren die Musiker das Genreübergreifende.


Während auf kompletten Alben von Künstlern viel eher ein Gesamtkonzept verfolgt wird, stellen EPs für sie eine Möglichkeit dar, übrig gebliebene Songs, die nicht mehr auf ein Album gepasst haben, Gedankenexperimente oder Songs, die musikalisch komplett aus der Reihe fallen, ganz random auf eine kleine Scheibe zu packen. Was man daher an diesen EPs wirklich schätzen kann, ist, dass man die experimentierfreudigere Seite einer Band kennenlernen kann – aber auch die Vielseitigkeit, sowie den musikalischen Prozess und die persönliche Note.


Kaum dass man sich versieht, ist auch schon das Wacken 2018 vorbei – und während der eine oder andere Besucher die kleinere oder größere Schlammschlacht erwartet hatte, erstreckte sich vor uns eine gähnende Wüste. Und da das größte Metal Festival der Erde sich das (zumindest in den letzten paar Jahren) durchweg schlechte Wetter mit dem verbundenen Schlammbad zum Markenzeichen gemacht hat, schien die Umstellung auf eine Hitzeperiode (huhu Klimawandel) für die Veranstalter eine größere Herausforderung darzustellen, als man annehmen könnte.


Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab. Wenn man glücklich ist und denkt, dass nichts diesen Zustand ändern könnte, kann ein kurzer Augenblick, ein Schicksalsschlag oder ein Zufall, vielleicht sogar ein Missgeschick das Blatt wenden, und glaubt mir – man kann wirklich sehr tief fallen. Die Kunst ist es nun, aufzustehen und sich eben nicht in seinem Selbstmitleid zu suhlen.

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